Review

Das Thema >Snuff< gehört für mich zu einen der spannendsten und vor allen interessantesten Themen des Horror- und Thrillergenres. Was ich nicht zuletzt dem großartigen „8MM“ zu verdanken habe. So war ich regelrecht verzückt als ich die Ankündigungen zu einem neuen Film, welcher das Thema behandelt, gelesen habe: Der mit Kate Beckinsale besetzte Thriller „Vacancy“, welcher von deutschem Vertrieb in „Motel“ umgetauft wurde.

Story: Nachdem das verheiratete Pärchen David und Amy Fox eine Panne mit ihrem Auto haben, entschließen sie sich die Nacht in einem abgelegenen Motel zu verbringen. Nachdem die beiden durch kurze Anrufe und hämmern gegen die Wand und Tür terrorisiert worden sind und vom Besitzer des Motels aufgeklärt worden sind, dass es sich sicher um betrunkene Obdachlose handelt, kehrt Ruhe im Zimmer ein. Daraufhin entschließt sich David zu Beruhigung einen Videofilm zu gucken. In Hoffnung es ist ein Pornofilm, entpuppt sich die Kassette als brutales Snuffmovie. Schon bald merken David und Amy, dass der Film in ihrem Zimmer gedreht worden ist und dass auch sie von Kameras beobachtet werden. Ihr Vertrag über eine Rolle in einem neuen Snufffilm wurde bereits unterzeichnet…

Nimròd Antal, welcher bereits mit „Kontroll“ einen Überraschungshit landete, drehte mit „Vacancy“ einen spannenden Thriller welcher den Zuschauer kaum Zeit lässt Luft zu holen. Ihren Beitrag zur straffen Inszenierung trägt auch die recht kurze Laufzeit von knapp 80 Minuten bei. Antal verpackt seinen kleinen Film in düstere und atmosphärische Bilder, schreckt aber auch nicht vor drastischen Szenen zurück, welche den Zuschauer eiskalt packen.

Die kurzen Sequenzen aus dem verschiedenen Snuff Filmen sind unglaublich hart, verstörend und intensiv gedreht worden. Alleine die markerschütternden Schreie der Opfer lassen es einen eiskalt den Rücken runter laufen. Auch die Tatsache dass viele Sachen nur angedeutet werden verstärkt den Härtegrad noch um einiges. Denn die Vorstellungskraft es Zuschauers kann doch brutaler sein, als das Gezeigte auf der Leinwand. Auch abgesehen von diesen Szenen hat der Film eine paar gut platzierte Terrorsequenzen und ziemlich heftige Stellen zu bieten. Vor allen im Finale wenn der Motelbesitzer für seinen nächsten Film auf Kate Beckinsale einprügelt ist unglaublich heftig inszeniert worden. Bin zwar einiges gewohnt, aber diese Szene war schon wie ein Schlag in die Magengrube.

Ein großer Pluspunkt des Filmes sind die beiden Hauptdarsteller. Der eher für Komödien bekannte Luke Wilson beweist hier, das er durchaus in der Lage ernste Rollen zu spielen. Doch auch Kate Beckinsale macht ihre Sache, wie fast immer, ausgesprochen gut. Nicht umsonst gehört sie zu meinen absoluten Lieblingsdarstellerinnen. Da kann man schon von Glück sprechen, das Sarah Jessica Parker die Rolle abgelehnt hat, ist die Dame mir doch komplett unsympathisch. In der Rolle als psychopatischer Motelbesitzer glänzt Frank Whaley und braucht sich vor seinen beiden Kollegen nicht zu verstecken.

„Vacancy“ ist ein durchaus sehenswerter Thriller geworden, der dem Zuschauer 80 Minuten spannende Unterhaltung bietet. Auch wenn er das Rad nicht neu erfindet, ist er eine nette Bereicherung für das Genre und jeder dem das Thema Snuff interessiert, sollte wenigstens mal einen kurzen Blick riskieren.

Details
Ähnliche Filme