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Was macht eine gepflegte Sonntagsnachmittags-Unterhaltung in Sachen Film aus? Er sollte leicht verdaulich sein, ohne großes Nachdenken genießbar sein und er sollte eben vor allem eins: unterhalten. Wenns geht ohne größere Grobheiten, aber auch ohne große Moralpredigten. Viele 80er-Jahre-Komödien sind dafür ideal geschaffen, aber auch Anfang der 90er gab es noch einige dieser harmlosen Filmchen. Und Leslie Nielsens "Rent a Kid" ist dafür fast eine Paradebeispiel dieser Sonntagsfilmchen.

"Rent a Kid" ist im Grunde eine harmlose und leicht verdauliche Komödie, wie sie im Buche steht. Ein cleverer alternder Geschäftsmann vermietet, für 10 Tage, drei unvermittelbare Weisenkinder, an ein interessiertes Ehepaar. Doch diese Rasselbande ist alles andere als leicht erziehbar. Und trotzdem schließt das Paar das Dreiergespann ins Herz. Ja, hier gibt es eigentlich keinerlei Bösewichte, nur ein paar schräge Situationen hier und da. Ansonsten eine Familienfilmstory der typischsten Sorte.

Was die Gags anbelangt, da wird hauptsächlich Schmunzel-Werk abgelegt. Wirkliche Brüller kann man hier keine finden, aber eiserne Minen sind auch eher selten. Die meisten Lacher gehen dabei noch an Hauptdarsteller Leslie Nielsen, der auf seine, schon aus der nackten Kanone, bekannte und beliebte Art und Weise, seine Dialoge ins herrlich Absurde führt. Wenn er sich ständig wiederholt oder seine Worte vertauscht ("Sie holen die Rinder äh... Kinder ab") dann merkt man einfach zu deutlich, dass der kanadische Top-Komiker hier sichtlichen Spaß an seiner Rolle gehabt hat.

Was die Inszenierung angeht, da bewegt sich auch alles auf typischen Komödien-Niveau. Sprich alles ist ohne irgendwelche großen Aufwendungen inszeniert wurden, aber für die gegebene Story reicht es allemal aus.

Bei den Darstellern ist, wie schon erwähnt, hauptsächlich Leslie Nielsen zu empfehlen, der seine Rolle mit Bravour erfüllt. Dazu ein guter Christopher Lloyd, der hier mal von einer ganz anderen Seite, als liebevoller und kinderlieber "Freund der Familie" und Kindermädchen, zu sehen ist. Die Kinder-Darsteller sind O.k. und Matt McCoy und Sherry Miller als kindermietendes Ehepaar ebenfalls. Kurzum, man kann zufrieden sein.

Fazit: Harmlose Familienunterhaltung für zwischendurch, die zwar vollkommen ohne Höhepunkte auskommt aber auch in keinster Weise ärgerlich ist. Über die Gags kann man schmunzeln und bei Nielsen kann man manchmal sogar Lachen. Ansonsten typische Fast-Food-Unterhaltung für den Sonntag-Nachmittag. Anschauen, schmunzeln und vergessen!

Wertung: 6/10 Punkte

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