Review

In einem Wohngebiet tauchen immer wieder Schäden an Häusern auf , da die Tunnel , die unter der Stadt liegen , einer nach dem anderen einbrechen . Weil auch ihr Haus zu den geschädigten gehört , lädt eine Frau ihren Ex-Freund zu sich ein um sich in den Tunneln genauer umzusehen . Gemeinsam mit zwei anderen Pärchen geht es in die Unterwelt . Doch eines der Paare hat bei der Expedition Hintergedanken . Vor einer Woche haben sie nämlich bei einer Seance ein Monster geweckt , das in den Höhlen schlief und sich seitdem immer wieder Menschen vom Erdboden fängt ...

Der Film wird ja , nicht nur bei der ofdb , viel geschollten . Das - und auch das wenig ansprechende Titelbild - hat mich viele Jahre davon abgehalten mir den Film anzusehen . 
Hat man aber erst mal die erste Hälfte mit der Inspektion der Höhle hinter sich gebracht , wird es dann doch recht atmosphärisch . Dann geht es , nachdem man sich mit einer Strickleiter herabgelassen hat , in das eigentliche Reich des Monsters . Höhlen mit teils gemauerten Wänden , die mich mehr an einen Fantasy- als an einen reinen Horror Film erinnerten . Wenn das Monster dann mit seinem riesigen Fleischerbeil auf undefinierbarem Fleisch rumhämmert und die Gefangenen in einem Käfig von der Decke baumeln , kam bei mir ganz leicht ( aber nur gaaanz leicht ) Erinnerungen an Ridley Scotts " Legende " auf . Und wenn dann der Mann des verdächtigen Paares eine Art Bannkreis erschafft , eine Frau in selbigem festgebunden wird und man durch das Labyrinth an Gängen zu fliehen versucht , erinnert das schon sehr an ein generisches Abenteuer eines Fantasy Rollenspiel wie " Das schwarze Auge " . Insgesamt wären die letzten 45 MInuten ein schönes 25 MInuten Abenteuer für einen 1980er Jahre Fantasy Film gewesen - eine kurze Quest für einen Beastmaster oder Conan ( wenn auch in billiger ) .
Ein verständlicher Kritikpunkt ist mit Sicherheit die fehlende Erklärung um was für ein Monster es sich überhaupt handelt , woher es stammt und was seine Fähigkeiten sind . Da bricht es nämlich manchmal durch den Erdboden , kann Felsen aber auch einfach weg- und wieder hinzaubern . Auch ist es teilweise schon etwas unbefriedigend , wenn auf Ereignisse angespielt wird , die weder jemals gezeigt noch näher erklärt werden . So erzählt eine der Figuren , dass er das Wesen schon einmal mit einem Talisman verletzt hätte . Wann das war ( wahrscheinlich bei der Seance in der Eingangssequenz ) wird dann aber genauso wenig erläutert wie die Frage woher der Talisman nun stammt . Offenbar weiß eines der Paare ja einiges über das Wesen , doch erzählt wird das nicht , und woher es das weiß , was es uns nicht erzählt , erzählt es auch nicht . Wenn man so will , könnte man - aufgrund der fehlenden Erklärungen und teils Sprüngen in der Logik - behaupten , der Film würde einer Art " Traumlogik " folgen ( wenn man es positiv sagen will , will man es negativ sagen , sagt man er sei schlecht geschrieben ) . ( SPOILER ANFANG ) Zum Thema Traumlogik passt auch , dass das Heldenpaar am Ende eine in der Höhle gefangene Frau nicht befreit ( obwohl es in dem Moment sicher gewesen wäre sie einfach zu holen ) oder mal die Behörden informiert , damit diese das tun . In jedem logischen Film , hätte man sie gerettet , statt sich selber ins Bett zu legen und die gute Dame im Dunkeln krepieren zu lassen ( SPOILER ENDE ) .

Auch einige Effekte ( besonders als das Wesen samt seiner Beute auf einem Hügel auf die nächtliche Stadt sieht ) sind nicht gerade beeindruckend , doch der Gesamteindruck der Figur und seiner Taten war positiver , als ich es dem Film im Voraus zugetraut hätte .

Fazit : Ein Film ganz offenbar nicht für jeden . Keine Erklärungen - kein Geheimtipp , aber wer nichts gegen günstigeren Monster-Fantasy-Höhlen-Horror hat , kann sich von Grim ja mal in seine Katakomben des Grauens entführen lassen . Mehr als 91:18 Minuten seines Lebens kann man nicht verlieren ...

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