Review

Nach der Sichtung des sicher wenig berauschenden Weltraumabenteuers "Leprechaun: Origins", um den grünen Killerkobold aus irischen Gefilden, quasi "Deformierter Giftgnom from Outer Space", kam mir neulich auch dieses besonders "raffinierte" Machwerk eines Pumkinhead-Klons unter die Haube, das so oder so ähnlich auch aus der Feder Band's oder Winorsky's hätte stammen können.

Im Hinblick auf so glorreiche Trashgranaten wie "Toxic Avenger" oder "Atomic Hero" aus dem Hause Troma, sticht "Grim" als B-Movie beileibe nicht hervor, auch wenn er stellenweise etwas weniger stümperhaft oder dilettantisch daherkommen mag als so billige Verschnitte à la "Ghoul School" oder sondergleichen.

Damit dürfte "Grim" den geneigten Idependent-Zuschauer, dessen Anforderungen ohnehin nicht denen eines etwas "anspruchsvolleren" Publikums entsprechen dürfte, wohl eher nicht zufrieden stellen.

Irgendwo zwischen "The Descent", "Troll", "X-tro", "Witchcraft" und "Doom" anzusiedeln, pendelt immer wieder zwischen Okkultismus und Science-fiction hin und her, will im Endeffekt keinen wirklichen Zusammenhang ergeben und verlangt dem Zuschauer einiges an Sitzfleisch. Das satanische Ende spricht für sich ...

Macht aber nix, zumindest ist dank düsteren Settings und stimmungsvoller Musik kurzweilig der Versuch unternommen worden das Ganze ein wenig schaurig zu gestalten. Nur so wirklich schocken will das halt auch nicht ...

Handwerklich keine völlige Katastrophe, dabei spannungs- und blutarm, halt entsprechend billig und vom Plot unausgereift, mehr oder minder überzeugende Protagonisten, ein paar visuelle Spielereien hier, etwas Gegrunze, einbisschen Trash da, wenig berauschende, bis nicht vorhandene Action, geschweige denn Gemetzel oder sonstige Stilmittel fulminanter Horror-Subkultur, die dieser leider etwas missratenen Gruselklamotte vielleicht doch noch den letzten Schliff verpasst hätten ...

Der titelgebende Gnom, stilistisch irgendwo zwischen Werwolf, Yeti, Orc und Riesengorilla anzusiedeln, "Rage of the Yeti", "Grizzly Bear" und "Arctic Predator", teils einer okkulten Fantasy entsprungen, teils atomarer Verstrahlung, wo man sich mit der Zeit fragen muss ob der finstere Höllenfürst-Gnom (auch behaarter Warlock-Verschnitt) einen zum Fürchten oder doch eher zum Schmunzeln anregen soll.

Die meiste Zeit ist es ohnehin so dunkel, dass man kaum etwas sieht. Wenn man den Grimlock dann doch mal in seiner vollen Pracht begutachten darf, sticht die billige Maskerade schon etwas ins Auge.

Worum geht's?

Ein paar Kiddies haben beim Gläserrücken einen finsteren Höllen-Dämon zum Leben erweckt und der ist, ist ja klar, jetzt auf der Suche nach Menschenfleisch ...

Bliebe als Pluspunkt noch ein gewisser Grad an Gore oder Splatter um den geneigten Zuschauer wenigstens in der Hinsicht zufrieden zu stellen ...

Leider auch hier Fehlanzeige ...

Macht unter dem Strich, wie sollte es anders sein, keine besonders gelungene Unterhaltung, aber immerhin eine solche, die noch keinen völligen Totalschaden verursacht ...

Bei derartigen Ergüssen durchaus abzusehen ...


4/10

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