Review

IRON LION ist ein überraschend anständiger Billigklopper aus dem Hause Cine-Century (Dragon in Fury), dessen Gesamteindruck zwar durch übles DV-Vollbild geschmälert wird, der sich aber hinsichtlich der Story Mühe gibt, die ausgelatschten Pfade zumindest temporär zu verlassen. Immerhin gehts hier um Wettmanipulationen bei einem vom Gouverneur ausgerichteten Löwentanz-Turnier, daneben natürlich noch um das Begleichen alter Rechnungen, ein wenig Liebe, kurz, ein netter Cocktail, bei dem die Action allerdings ein wenig kurz kommt. Wenn allerdings gekämpft wird, dann durchaus solide, wobei der Film auf die Martial Arts-Fähigkeiten der Darsteller Sik Siu-Lung und Tse Miu (Jet Lis Sohnemann aus MY FATHER IS A HERO und NEW LEGEND OF SHAOLIN) setzen kann. Die positivste Überraschung ist aber die niedliche Karen Cheung (KUNG FU TEA) als streitbare Gouverneurstochter, die sehr überzeugend sowohl waffenlos als auch mit dem Schwert kämpft.
Der positive Eindruck wird durch eine überraschend gediegene Austattung noch verstärkt, auch die Drehorte sind passend und optisch interessant.
Solide untermalt wird das Geschehen von einem atmosphärischen Synthie-Score, der in den 90ern durchaus auch in einem Big-Budget-HK-Film gut aufgehoben gewesen wäre.
Insgesamt ist der von einem gewissen Daniel Lai inszenierte IRON LION sicher kein Highlight, aus dem Sumpf der billigen DV-Produktionen wie KUNG FU COP oder BIG BOSS UNTOUCHABLE ragt er aber schon hervor und darf hungrigen Genreliebhabern durchaus empfohlen werden, wenn auch mit Einschränkungen.

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