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Viele Jahre, nachdem es in einem Gefängnis einen blutigen Aufstand gegeben hat, bei dem jeder jeden massakriert hat, versucht ein Team von jungen Dokumentarfilmern die Umstände dieses Grauens aufzuklären. Dreh- und Angelpunkt scheint der ehemalige Wärter John Elias (Stacey Keach) zu sein, der damals seine Beine verlor und gleichzeitig schwer verbrannt wurde. Heimlich fahren sie mit einem Boot zu der mittlerweile aufgegebenen Gefängnisinsel. Gleichzeitig landet eine Gruppe von Verbrechern nach einem Juwelenraub ebenfalls auf dem einsamen Eiland. Was niemand weiß ist, dass die Geister der Getöteten in dem Bau noch umhergehen und die ungebetenen Besucher in tödlicher Gefahr sind.

Ich weiß gar nicht warum hier alle den Film so schlecht finden. Zugegebenermaßen das Drehbuch ist ziemlicher Magerquark, für ein einsames entlegenes Gefängnis herrscht reichlich Publikumsverkehr, das entschädigt die dynamische Kamera und die Location des verlassenenen Spukknasts aber recht gut. Das Setting ist angemessen düster und unheimlich und sorgt allein schon damit für Atmosphäre. Die schwelenden Konflikte und die zunehmende Bedrohung der Menschengrüpplein wird auch einigermaßen überzeugend rübergebracht. Bei Jake Busey erkennt man ganz deutlich seinen Vater wieder, Danny Trejo darf sich in einem 2 Minuten Auftritt auch mal als Priester versuchen, in einer weiteren Nebenrolle darf sich auch "Mike Hammer" Stacy Keach seine Rente aufbessern. Der restliche Cast besteht aus den Standardnasen, die man nach Filmende schnell wieder vergißt. Ansonsten wird genreüblich fleißig nach dem 10 kleine Negerlein Prinzip der Haufen dezimiert, allzu brutal wirds dabei nicht viele Kills finden im Off statt.
Prison of Death ist jetzt sicher nicht die Wucht in Tüten, kann aber durchaus unterhalten, die gute Optik macht dabei die nicht gerade innovative Story einigermaßen wett. Insgesamt eine durchschnittliche Produktion, aus der man zwar mehr hätte machen können, aber alles andere als eine Zeitverschwendung ist.
5/10

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