Review

„Liebe ist das, was am Ende noch übrig ist, wenn das Feuer der Verliebtheit erloschen ist!“ –
damit liefert der grandiose John Hurt die Aussage des Films in einem Satz.
Vor den schwerwiegenden Ereignissen des 2. Weltkriegs durchleben wir mit der wiederum bezaubernden Penelope Cruz dieses Wechselbad der Gefühle, die sich zwischen dem einheimischen Patrioten Madras („American Psycho“, „Batman“ und „Maschinist“ Christian Bale) und dem italienischen Besatzer (Nicolas Cage) entscheiden muss.

Eine einfache Liebesgeschichte in einem großen Rahmen – nein, die Besatzung der wunderschönen griechischen Insel Kephallonia durch die deutsch-italienischen Verbündeten dient hier keineswegs als Rahmenhandlung, vielmehr reißt der idyllische Kriegsschauplatz in einem großartig gefilmten Abschluss-Gefecht tiefe Wunden in Menschen und Landschaft, bei dem selbst Verbündete zu größten Feinden werden. Dass der Film dabei mit einer FSK 12-Freigabe ins Rennen ging verwundert doch sehr. Schließlich zeigt „Shakespeare In Love“-Regisseur John Madden die Grausamkeit des Krieges in aller Härte.

Obwohl ich mich lange nicht auf diese vermeintliche Schnulze einlassen wollte, muss ich letztendlich gestehen, dass der Streifen alles bietet, was das Hollywood-verwöhnte Zuschauer-Herz begehrt:
Eine romantische, herzergreifende Geschichte, die zu Tränen rührt, ein überragendes Schauspieler-Ensemble, ein mitreißender Soundtrack und die atemberaubende Kulisse der griechischen Insel, auf der an Originalschauplätzen gedreht wurde. Welcher männliche Zuschauer nach diesem Film nicht von der zarten, gebrechlichen Penelope hin und her gerissen sein wird, mag wahrlich ein Herz aus Stein besitzen!

Alles in allem eine unbedingte Empfehlung für Liebhaber der großen, altmodischen Kino-Epen (8/10)

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