Review

Vollkommen unausgegorener Genremischmasch, der sich das Mäntelchen einer mäßig erfolgreichen Slasher-Franchise umhängt, um seine geisterhafte weibliche Killermaschine sich substanzlos durch eine High School killen zu lassen.
Mit dem Original "Prom Night" hat das nichts zu tun, ist aber eine direkte Fortsetzung des zweiten Teils "Mary Lou", in dem die in den Golden Fifties bei einem Abschlußballbrand umgekommene Homecomingqueen bereits diverse moderne Mitschüler umbrachte.

"Prom Night 3" kann sich nun gar nicht entscheiden, ob es nun eine Horrorkomödie, Satire, Parodie oder doch halbwegs ernster Splatterfilm sein will. Das Geschehen ist grundsätzlich das Übliche, die dahingemetzelten Lehrer und Mitschüler jedoch wirken trotz des Splattergewandes eher wie überzogene Parodien. Die im Hintergrund ablaufenden Gangansagen sind jedoch eher aus dem Bereich von Zucker-Abrahams-Zucker, ohne jedoch deren Klasse zu erreichen. Das Finale in einer Art Höllenwelt hat dann noch beachtlichen Zombie-Trash-Charme, kann aber die generellen Unebenheiten der Story nicht ausgleichen.

Noch schlimmer steht es mit der Motivation des Geistergirlies, die nie so ganz klar wird und bei dem der Zuschauer im Erklärungsnotstand mit der Hauptfigur Hand in Hand geht, aber nie Antwort erhält. Die Dame ist halt stinkwütend, aber das bringt den Film leider nicht von der Stelle. Ein paar brauchbare Effekte sind ganz okay, aber der Rest ist alberner Quark ohne Charme, Talent oder Einfälle. Höchstens das fiese Finale bringt die Augenbrauen ein bisschen über die Hürden. Für alle, die mal wissen wollen, was in C-Movies so alles möglich ist. (3/10)

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