Während einer Expedition wird die Frau eines Journalisten getötet und er am Arm gebissen. Seitdem lebt der Mann weit zurückgezogen im Wald um sein Dasein zu fristen. Doch schon bald passieren unmittelbar in seiner Umgebung merkwürdige Todesfälle und er zieht zu seiner Schwester. Doch auch da häufen sich die merkwürdigen Umstände.
Bad Moon ist einer dieser Filme, die wohl eines nicht sind. Nämlich innovativ oder Oscarverdächtig. Aber eines ist Bad Moon zumindest: Hart und unterhaltsam. Während nämlich das typische Werwolfschema Typ F aufgefahren wird und ersteinmal in vollkommener Geheimnistuerei dem Zuschauer vorenthalten wird, wer der Werwolf ist, weiss man es als erfahrener Horrorfan schon nach der ersten verheissungsvollen Szene. Was solls, denn hier macht es nicht nur Spass dem völlig ernstgemeinten Plot zuzusehen, wie er auf übermysteriös tut, sondern auch der Rest bietet sich desweiteren mehr als unfreiwillig komische Unterhaltung an. Das mag vorallem an der Verwandlungsszene des Werwolfes liegen, die heute bloss nur noch veraltet ausschaut. Doch rein optisch macht dass Vieh doch so einiges her, natürlich so dass gewisser B-Movie und Trashcharme versprüht wird. Aber solch solide Tierhorroreskapaden, die sich so bockeernst nehmen, sind eh ein Fall für einen gelungenen und vorallem anspruchslosen Abend, vorallem wenn dann noch die Goreeffekte grossgeschrieben werden. Dass dabei jegliche Logik fehlt, macht dann auch nichts mehr, aber das der achsostarke Schäferhund dann als Antiheld herhalten muss, ist dann nur noch lustig. Was solls, Bad Moon spalter wohl die Geschmäcker. Die einen finden ihn zu vorhersehbar, zu austauschbar, zu überholt und andere sagen, es sei ein Film, der unterhält, zwar nichts weltbewegendes ist, aber den man immer wieder schaut, wenn er im Free - Tv auf einem schlechten Sendeplatz erscheint.
Fazit:
Bad Moon ist bisweilen kein guter Film. Er ist einfach ein typischer Werwolfhorror, wie er zuhauf existiert, der aber aufgrund seiner Härte und der ganzen Inszenierung Spass macht, aufgrund kurzer 73 Minuten kommt Langeweile selten auf, auch wenn die ein oder andere zwischenmenschliche Beziehung an den Nerven kratzt. Solide.
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