Bei einer Urwald-Expedition wird Ted von einem Werwolf angegriffen, kann aber überleben. In seiner Heimat zieht er sich an einen abgelegenen See in den Wäldern zurück, wo er sich Nacht für Nacht in einen Werwolf verwandelt. Als seine Schwester Janet ihn bittet, bei ihm zu wohnen, nimmt er das Angebot an. Er hofft durch die Liebe seiner Familie den Fluch besiegen zu können. Um seine Familie nicht zu gefährden kettet er sich nachts an einen Baum, doch ...
Neues aus der Werwolfabteilung. Während im Vorspann noch der Roman "Thor" als Vorlage erwähnt wird und der Zuschauer sich noch wundert, was in aller Welt der olle Donnergott denn nun mit Werwölfen am Hut hat, wird schnell klar das das der Name des Hauptdarstellers nämlich eines deutschen Schäferhundes ist. Danach entspinnt sich eine simple, aber größtenteils recht kurzweile Lykanthropenmär. Leider macht der Film zu Beginn einen Kardinalfehler und verrät nach drei Minuten bereits, wer denn nachher die böse Bestie sein wird. Dadurch kommen im Mittelteil doch einige Längen auf, da es dann hauptsächlich darum geht wann denn die Anwältin und deren Kackbratze von Sohn rausfinden, was denn nun los ist, während die Zuschauer seit über ner dreiviertelstunde bereits wissen worauf die ganze Chose hinausläuft. Oskarverdächtig ist das Skript ohnehin nicht, immerhin weiß der Kameramann was er zu tun hat und fängt die düstere Waldatmosphäre recht gut ein. Der wuchtige Score paßt gut zu den teils recht herben Szenen wenn der Wolf seine Frikassee bewährten Krallen auf menschliche Körperteile rasseln läßt. Blöderweise würden genauso viele Szenen unbearbeitet in einen Disney Film passen, der arme Hund der von der Familie weggezerrt wird, der tapfere Junge der ihn befreien will usw, mit einem Wort, kotz.
Den Werwolf finde ich gut gemacht, wir reden hier immerhin über 1996, hat in Großaufnahmen auch eine sehr bewegliche Mimik. Peinlich wirds nur wenn die Verwandlung onscreen stattfindet, da wird mit CGI gearbeitet und das leider nicht besonders gut. Da hätte man lieber die entsprechende Szene aus Dantes Howling klauen sollen, merkt doch keiner. Darsteller, naja wir reden hier von Pare und Hemingway, erwartet hier wirklich jemand Shakespeare? Der Hund ist dafür extraklasse, perfekt dressiert, da gibts nix zu meckern, während über Kinderdarsteller in Horrorfilmen sag ich jetzt mal lieber nix.
Also mir hat der Film ganz gut gefallen, es gibt sicher bessere Vertreter des Werwolf Subgenres, aber soweit ich weiß keine mit einem Hund als Endgegner.
6/10