Review

Werwolffilme sind nie besonders abwechslungsreich, vielleicht weil sich der Protagonist sich im Zustand der Verwandlung einfach nicht mehr kontrollieren läßt und deswegen gefühlsmäßiger Anteil am Monster wegfällt.
Der Ablauf ist auch immer gleich: jemand wird gebissen, jemand verwandet sich und wird zur Gefahr, jemand wird zur Strecke gebracht.

Ansatzweise wollte man hier (kaum zu glauben, das soll eine Romanverfilmung sein!!!) wohl etwas Neues machen, indem man den Vollmond als Auslöser ablöste und durch irgendwelchen Mondschein ablöste. Gebissen wird von einer wolfsähnlichen Kreatur und das wars dann auch mit der Innovation.

Das Endprodukt könnte man dann auch Kommissar Rex rettet die Happy American Family nennen, denn der Schäferhund ist hier nicht nur meistbeschäftigter Darsteller, er ist auch der Beste in seinem Job.
Mariel Hemingway (wie immer bezaubernd untalentiert) ist hier die alleinerziehende Mutter von Ex-Dennis-the-Menace Mason Gamble, der immer noch mondgesichtig-bratzig dreinschaut. Michael Pare ist der Gebissene und Mariels Brüderle, der sich von seiner Wanderer-Metzeltour reumütig der Familie zuwendet, weil er glaubt (fragt mich nicht, wie er auf die Schnapsidee kommt), die Liebe seiner Familie könnte ihn retten.

Nur ist das nicht seine Familie, seine Schwester ist freundlich reserviert, der Junge ist mißtrauisch und Rex mag ihn nicht, weswegen er auch immer mit unbewegtem Gesicht durch die Gegend joggt oder mißmutig uns Angst machen will.

Der Film hat eventuell sogar Fans, weil er seine paar Splatterszenen tatsächlich recht graphisch-matschig inszeniert, aber weder die Kreatur noch die Verwandlung können überzeugen. Dazwischen gibt es unendlich lange Pausen (auch ein Wunder, denn der Film ist nur 73 Minuten lang), in denen man den Schäferhund im Unterholz puhlen sieht und Pare, der sich wie wild an Stämmen reibt.

Der Showdown ist dann auch eine Sache zwischen Hund und Wolf, wobei der Rassehund sich als schier unverwundbar erweist (während menschliche Gegner gleich das halbe Gesicht weggefräst wird) und selbst auf Silberkugeln wird verzichtet, ein komplettes Normalmagazin tut es auch.
Unterm Strich ein schlecht gespielter, fader Scheiß. Und tschüß! (2/10)

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