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Werwolffilm der 160ste: Eric Red liefert mit seinem 1996 gedrehten "Bad Moon" wenig innovativen Werwolfmüll. Hier gibt es nichts, was wir nicht schon kennen oder irgendwo bereits einmal gesehen haben. Das Motiv des gebissenen Teds, zu seiner Familie zu ziehen, um durch deren Liebe geheilt zu werden, scheitert schon im Ansatz kläglich. Neue Erkenntnisse zum Mythos gibt es keine, sodass hier auch kaum Atmosphäre aufkeimen will.

Spannung ist ebenfalls nicht gegeben, da die Auflösung schon viel zu früh stattfindet. Spätestens beim dem merkwürdigen Verhalten des Hundes Teds gegenüber dürfte klar sein, dass er der Werwolf ist; jemand anderes kommt ja auch kaum in Frage. Durch den simpel konzipierten Plot sollen blutrünstige Szenen, die zudem aber noch ziemlich schlecht geschnitten sind, den Rest wieder richten. Der Härtegrad ist, gemessen der Freigabe, zwar relativ hoch, doch irgendwelche Pluspunkte werden dadurch nicht heraus geschlagen. Das Werwolf-Make-Up ist in einigen Einstellungen immerhin noch halbwegs furcheinflößend, doch die Gesamterscheinung wirkt gerade in den Bewegungen für ein Tier zu künstlich und unnatürlich. Die Verwandlung am Ende ist dann tricktechnisch aber ein ziemlich großer Haufen stinkender Scheiße. Die Schauspieler sind auch nicht mehr als nur ein Schatten ihrer selbst. Der Hund allein besitzt schon eine größere Palette von Gesichtzügen als der durchweg pseudo-dreinschauende Michael Paré.

"Bad Moon" ist einfach unspektakulär, langweilig und ohne Schwung. Eine Offenbarung des Genres ist dieser Schinken nicht. Daher darf er ohne schlechten Gewissens getrost gemieden werden.

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