Review

Was einige Leute an „Bad Moon“ gut finden, will sich mir absolut nicht erschließen, da der Film in meinen Augen absolut vergessenswert ist.
Es beginnt im Dschungel, wo Ted (Michael Pare) und seine Frau eine Expedition begleiten. Eines Nachts taucht ein monströses Wolfsvieh auf, dass Teds weiblichen Anhang verhackstückt und ihn schwer verletzt, ehe es dann selbst in die ewigen Jagdgründe eingeht. Schon hier fallen die eher schwachen Kulissen auf, was schon einige Rückschlüsse aufs Budget zulässt.

Ted ist nach dem Tod seines Frauchens schwer geknickt und zieht zu seiner Schwester Janet (Mariel Hemingway), vor deren Haus er in einem Wohnwagen lebt. Seltsamerweise taucht bald eine mörderische Bestie auf, die ahnungslose Leute im Wald zu Kebab verarbeitet. Nur Janets Sohn Brett (Mason Gamble) und sein Hund kommen dem Viech auf die Schliche...
Storymäßig dürfte „Bad Moon“ niemanden mehr hinter dem Ofen vorlocken, denn das ganze Debakel ist recht dröge. Der Plot versucht auf lächerliche und vergebliche Weise Spannung aufzubauen, indem man die Identität des Werwolfs offen lässt – obwohl jeder, der in seinem Leben nur ein bisschen was über Werwölfe gehört hat, weiß wer das Biest ist. Dazu kommt noch ein bisschen Pseudo-Familiendramatik in den Beziehungen der drei Hauptpersonen (langweilig und deplaziert) und auch der Verlauf der Handlung ist dermaßen uninteressant, dass man nur noch auf die nächste Wolf-Attacke wartet - und die sind von geringer Zahl.

Die sind dann effektmäßig ganz OK ausgefallen. Der Härtegrad ist mit FSK 16 in meinen Augen genau richtig bewertet, denn auch wenn stellenweise ganz ordentlich gemanscht wird, hält sich die Anzahl der Effekte in Grenzen. Auf anderer Ebene ist das Wölfchen, wenn man es denn dann endlich zu Gesicht bekommt, denn der Trick-Flokati aus der letzten Studioecke ist ungefähr so glaubwürdig und gruselig wie die Muppet Show.
Michael Pare nervt mit dem ewig gleichen Gesichtsausdruck, auch wenn er noch der bemühteste und beste in einem lustlosen Ensemble ist. Der Kinderdarsteller geht ganz schnell auf die Nerven und Mariel Hemingway agiert katastrophal.

„Bad Moon“ ist ein ausgesprochen schwacher und größtenteils langweiliger Werwolffilm; nur für ganz besonders große Horrorfans, die schon alles kennen, einen Blick wert.

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