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Holden McNeil (Ben Affleck) und Banky Edwards (Jason Lee) sind zwei erfolgreiche Comiczeichener und Freunde seit der Kindheit. Durch ihren schwulen, afro-amerikanischen Kumpel Hooper LaMont alias Hooper X (Dwight Ewell), der Black-Power-Comics zeichnet und nach außen ein Gangsta-Image pflegt, lernt Holden Alyssa Jones (Joey Laury Adams) kennen und verliebt sich in sie. Das Problem erkennt er aber erst bei einem gemeinsamen Clubbesuch – Alyssa ist lesbisch!
Und damit beginnen erst die Probleme... Holden lässt sich dennoch auf eine Freundschaft mit Alyssa ein – verliebt sich aber dadurch immer mehr in sie und muss irgendwann seinen Gefühlen Luft verschaffen... Aber auch sie scheint sich nicht mehr so sicher zu sein... Nur Holdens Arbeit und die dicke Freundschaft mit Banky leidet darunter.
Ein paar dunkle Flecken in der Vergangenheit werden aufgedeckt und die beiden Kiffer Jay (Jason Mewes) und Silent Bob (Kevin Smith) tun ihr Bestes um Holden zu helfen. Und was hat das Ganze eigentlich mit dem Titel ‚Chasing Amy’ zu tun...?

Kevin Smith zeigt mit ‚Chasing Amy’ wieder einmal, dass er einer der besten Independent-Drehbuchautoren und –Regisseure ist. Kaum einer schafft es so viele verschiedene skurile Charaktere so genial zu einer Story zusammenzupacken. Die Personen wirken nicht klischeebehaftet und machen somit allesamt einen sympathischen Eindruck. So kann der Zuschauer jede ihrer Vorgehensweisen nachvollziehen und erkennt ihr Dilemma.
Ben Affleck zeigt hier nach ‚Good Will Hunting’ zum zweiten Mal, dass er auch schauspielern kann, wenn er nur gefordert wird – aber die mit Abstand beste Rolle spielt Joey Laury Adams als Alyssa! Die Figur wirkt so intensiv, die innere Zerrissenheit kommt so deutlich beim Publikum an, dass man sich manchmal fragt, ob das wirklich nur eine Rolle ist!

Klar bei ‚Chasing Amy’ sollte wohl auch jedem sein, dass der Film nicht von seinen Bildern lebt, sondern von den Dialogen, teils skurril, verdammt witzig und mit Zitaten gespickt, andererseits auch oft sehr melancholisch und emotionsreich. Ein echtes Wechselbad der Gefühle und ein Ende...
Naja... ich will nicht zuviel verraten!

Zum Abschluss gibt’s nur eins zu sagen: Nur Kevin Smith schafft es, Storys, die das Leben schreibt, so genial witzig und emotionsgeladen auf die Leinwand zu bringen!

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