Beziehungskomödie mal anders.
Hierbei handelt es sich nicht um die typische „Mann kriegt Frau mit einigen Hindernissen“-Thematik, sondern um die sexuelle Selbstfindung der beteiligten Akteure. Das klingt vielleicht flach, ist es aber nicht, denn wenn sich ein Mann in eine vermeintliche Lesbe verliebt und gleichzeitig seinen besten latent homosexuellen Kumpel vor den Kopf stößt, ist Ärger vorprogrammiert.
Dieser wird äußerst humorvoll dargestellt, wie es bei Filmen von Kevin Smith üblich ist. Jay und Silent Bob dürfen dabei natürlich auch nicht fehlen, sodass für viele Lacher gesorgt ist. Mein Favorit (sinngemäß aus einer Diskussion über Untreue zwischen Holden und seinem Kumpel Banky): „Diese Schlampe ist vielleicht ein schlimmerer Seuchenherd als der Schimpanse in Outbreak“.
Oh ja, ich find das hier lustig und schäm mich nicht dafür. Klischees werden auf die Spitze getrieben, siehe z.B. die schwarze, pseudo-militante Schwuchtel namens Hooper. So sieht ihn zumindest Banky (Jason Lee), obwohl er selbst in seinen Kumpel Holden (Ben Affleck) verknallt ist, was er natürlich nie zugeben würde und sich stattdessen in schmutzigen Playboy-Phantasien ergeht.
Nervig ist bei all dem eigentlich nur Alyssa (Joey Lauren Adams), wenn sie anfängt zu heulen, weil sie ihre ehemaligen unbedeutenden heterosexuellen Erfahrungen ihrem aktuellen Freund Holden erklären muss, ohne sich dafür zu schämen. Sie flennt und kreischt, dass man sie am liebsten in den Wind schießen würde. Und Holden ist der typische, unsichere Macho, der mit ihrem intimen Vorleben ein Problem hat. Folglich gibt es auch kein Happy End, weil beide ihre ureigenen Differenzen nicht überwinden können. Lustig anzusehen ist das Ganze aber trotzdem.
8 / 10