Review

Bei "My sweet Satan" begibt sich "Deadbeat at Dawn"-Regisseur Jim Van Bebber auf die Spuren Larry Clarks. Er versuchte ein pessimistisches Jugenddrama zu drehen, doch leider ist der Film kein bisschen besser geworden als "Ken Park" und co, eher das Gegenteil.

Es geht um eine Gruppe junger Satanisten. Ihr Anführer ist ein von oben bis unten tätowierter Irokese der aussieht wie ein Punk. Er und seine Freunde haben den ganzen Tag nichts besseres zu tun als zu kiffen, doch anstatt sich zu entspannen gehen sie ab als hätten sie eine Überdosis Speed genommen. Normalerweise führt Marihuana ja dazu das Aggressionen verringert werden, aber bei unseren Teufelsanbetern bewirkt es genau das Gegenteil, nämlich das sie aggressiv werden und sich gegenseitig aufschlitzen. Ein Antiaggressionstraining wäre hier angebracht.

Das soll jedoch nicht heißen das wir bei "My sweet Satan" viel Blut zu Gesicht bekommen. Bei "Deadbeat at Dawn" gab es ja immerhin ein paar recht blutige, ganz ansehnliche Splattereffekte, solche sucht man hier jedoch vergeblich (es gibt nur einen einzigen Effekt kurz vor Schluss). Splatterfans kommen bei "My sweet Satan" im Gegensatz zu "Deadbeat at Dawn" überhaupt nicht auf ihre Kosten.

Viel positives gibt es also nicht zu berichten. Van Bebbers langweiligen Kurzfilm kann man getrost vergessen.

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