Ricky ist ein Satanist wie er im Buche steht: Er nimmt Drogen, hört Heavy Metal und betet Satan mit blutigen Ritualen an. Zudem ist er leicht reizbar und aggressiv. Als der Neuling Tommy ihm Geld stiehlt, bringt er ihn in völlig benebeltem Zustand auf bestialische Weise um.
Meine Güte, was Jim Van Bebber hier abgeliefert hat ist sicherlich kein Meisterwerk. Der Film setzt auf Realismus und nimmt dabei schon pseudo-dokumentarische Züge an, indem des Öfteren Interviews aus dem Off zum geschehen präsentiert werden, als hätten echte Freunde von Ricky Stellung zu einer wirklichen Tat genommen. Trotzdem erreicht Van Bebber keine Intensität, sondern langweilt den Zuschauer eher mit Standbildern und langweiligen Statements wie sie Klischeehafter nicht sein könnten ("Ich hätte niemals Gedacht das Ricky zu so was fähig ist" usw.). Bei einer so kurzen Story wirkt die sowieso schon kurze Laufzeit recht aufgebauscht, da es ziemlich lange dauert bis wirklich mal etwas passiert, andererseits hätte vielleicht auch eine längere Laufzeit gut getan, damit die Charaktere besser hätten rausgestellt bzw. einige Sachen mehr ausgespielt werden können. In der jetzigen Laufzeit ist der Film aber weder Fisch noch Fleisch und das Ende sehr vorhersehbar. Zudem hat Van Bebber sich wieder bei dem Mord ausgetobt, welches Recht unpassend wirkt. Am Anfang setzt Van Bebber auf Realismus, dann wieder zeigt er aber unrealistisch wirkende Splatter Szenen, so als wenn er selber nicht von der Story und seiner Inszenierung überzeugt wäre, und nun so was nachschieben müsste um zu schocken. Sowieso wirkt das ganze hierdurch aufgesetzt und als ein um den Effekt rumgebastelter Film. Schade eigentlich, denn damit hat er viel verschenkt!
Fazit: Muss nicht unbedingt sein!