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Wahrhaftige Offenbarungen darf man von Tom Hanks Debutregiearbeit zwar nicht erwarten, aber es ist zu einem lockeren, luftigen und unterhaltsamen Film geraten, einer leisen Hommage an die 60er Jahre und eine Ansammlung schöner Bilder und bitterer Wahrheiten aus dem Musikbusiness.

Wenn Hanks am Ende die Essenz des Films und seiner Gruppe in dem Satz "Ihr ward die One-Hit-Wonders!" subsummiert, dann haben wir das längst verinnerlicht. Denn der Film beschreibt nur (und auch wirklich nur) den Aufstieg einer vierköpfigen Hobbygruppe in den 60ern zu umschwärmten Teenieschwärmen dank eines einzigen (des titelgebenden) Rock'n Roll-Songs.

Hanks schildert in prachtvoll bunten Bildern den Triumphzug der vier Jungs (und eines begleitenden Mädchens) von der Garagen- und Flughafenband zu Film- und Fernsehauftritten, obwohl die großen Unterschiede zwischen den einzelnen Mitgliedern, interessentechnisch und intellektuell, schon bald offensichtlich werden.
Es ist eine zwanglose Freude, diese Bilder zu sehen, die sich an einer vergessenen Zeit orientieren, offenbar einzig und allein ob der Erinnerungen daran.

Das gerät Hanks so schön, daß ihm der schon lange vorher absehbare Auseinanderfall der Gruppe beinahe schwerfällt. Fast plötzlich auf die letzten 10 Minuten kommt der Bruch daher, der nur noch vollzogen werden mußte. Doch zuvor, dabei und danach bleibt der Film eine flotte Mischung aus kuriosen, witzigen und nachdenklichen Bildern, die das Musikbiz nicht gerade gut dastehen lassen.
Hanks läßt es sich nicht nehmen, selbst den Manager der Band darzustellen, eine Rolle, die ihm nicht gerade steht, obwohl sie straight ist. Aber sie ist dem Film untergeordnet und so können sich die Darsteller, allen voran Tom Everett Scott und Jonathan Schaech profilieren. Liv Tyler hat hier eine ihrer ersten Rollen und wirkt noch taufrisch, wenn auch die Buffy-Synchronstimme nicht so recht passen will. Noch kleiner ist die Rolle von Charlize Theron, die in den ersten Szenen die Freundin von Scott ist und sich als Monroe/Sandra Dee-Klon auftakelt, blond bis zum Exzess hier schon.

Ergo liegt hier nichts schwer im Magen, die Musik swingt, der Hit geht ins Ohr, die Storyline reißt mit, da sie nie auf der Stelle verharrt und alle können einen Film genießen, der Unterhaltung pur garantiert, mehr aber auch nicht. Aber mehr Sympathie geht dafür kaum. (7,5/10

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