Der bisher letzte Streich von Coscarellis „Phantasm“-Reihe ist durch ein Jammertal an Geld- und Produktionsproblemen gegangen und das merkt man dem Film auch ganz entscheidend an.
Generell als der bisher schlechteste Teil angesehen, wirkt das Skript wie kurzfristig aus Budgetgründen abgeändert, präsentiert ausufernde Rückblenden, um die Zuschauer ins rechte Licht zu setzen und kann doch den Eindruck nicht beseitigen, man würde gerade eine höchst mäßige Episode eine TV-Serie betrachten.
Wer die anderen Teile nicht kennt, wird sich trotz aller Extra-Erklärung grübeln, was das alles hier bloß soll, wenn zwei Leute durch ein fast komplett entvölkertes Amerika fahren, stets verfolgt von dem grimmigen Tall Man, der sie versklaven, töten oder übernehmen will, dies aber dann doch nicht tut (warum auch immer).
Ein paar Hinweise bei einer Reise in die Vergangenheit sollen wohl den Mund wässrig machen, aber sonst herrschen mittelmäßige Effekte um die üblichen Zwerge und fliegenden Sphären vor, die die Freunde peinigen, ein paar Actionsequenzen bieten wenigstens Durchschnittskost, aber die Bilder von aus Körpern platzenden Sphären und gelbem Blut nutzen sich durch das Fehlen irgendwelcher Nebendarsteller von Bedeutung auch schnell ab.
Am Ende gibt’s sogar noch einen düsteren Cliffhanger, der so platt daherkommt, als gäbe es die Fortsetzung in der nächsten Woche zur gleichen Zeit, einfallslos und läppisch hingeworfen. Über die Charaktere verlieren wir da mal kein Wort.
Es wird Zeit, die Saga abzuschließend, denn Angus Scrimm wird auch nicht jünger (sieht man deutlich!!!) und es bliebe zu wünschen, daß Coscarelli sich mit einem Bang verabschiedet, nicht mit so einem nicht lebensfähigen Gewimmer. (3/10)