Review
von Leimbacher-Mario
Auf Abwegen zur Schlachtbank
In „Phantasm: OblIVion“ kommt das Franchise auf seine Zielgerade, lange Zeit sogar seinen Endpunkt - und leider auch vor allem ziemlich deutlich seinem Tiefpunkt an… In diesem vierten Teil der sympathischen Horror-Fantasy-Reihe um übernatürliche Leichensammler, Zwergenherrscher und Spherenwerfer macht sich unser Held Mike auf, den Tall Man ein für alle mal zu besiegen - und das am besten auf seinem eigenen Grund bzw. in Richtung seiner Vergangenheit…
„Phantasm III“ avancierte zu einer der beliebtesten VHS-Kassetten seines Jahrgangs, sodass Don Coscarelli seine genremixige Saga ein paar Jahre später fortsetzen durfte. Immer noch nicht mehr fürs Kino, aber besser als nichts. Und „Phantasm IV“ ist ambitionierter denn je. Neue Hintergründe des Tall Man, Zeitreisen und mehrere Handlungsstränge, viele CGI-Effekte und ein am Horizont winkendes Finale in maximal episch. Und dennoch fühlt sich „OblIVion“ für meinen Geschmack blass, verirrt und nur wie ein Zwischenschritt mit zu wenig Budget an. Für mich ist das der schwächste Teil der gesamten Reihe. Und das bis dato nicht undeutlich. Langeweile fast pur. Kaum eine Szene bleibt hängen, die Geschichte verhebt und verläuft sich im Sand, alles schreit hier Filler. Und das trotz des gigantischen Mythos und der Möglichkeiten hinter allem. „Phantasm IV“ war lange Zeit kein würdiger Abschied für unser bekanntes Heldentrio. Und es sollte wieder eine enorm lange Zeit dauern, bis es weiterging… etwas besser zumindest.
Fazit: der schwächste Teil der Reihe - ambitioniert aber wirr, brutal aber bekannt, endend aber dann doch nicht. „Phantasm IV“ hätte besser sein können. Ja müssen.