Der fürs TV gedrehte Katastrophenfilm bietet zwar nicht annähernd
soviel Spektakel wie die typischen Vertreter dieses Genres (zumeist aus
den 70ern), seine Stärken liegen in anderen Bereichen. So erzählt der
Film fast minutös den Hergang des Großbrandes im Wolkenkratzer der First Interstate Bank in Los Angeles. Das Ganze beruht auf einem wahren Ereignis, weshalb hier auch nicht viel Spielraum für Übertreibungen geboten wurde (so fällt im Endeffekt auch nur eine Person dem Feuer zum Opfer, was eine vergleichsweise geringe Quote ist). Und das ist auch gut so: denn gerade die nüchterne, sachliche Darstellung der Bekämpfung des Brandes macht den Reiz des Films aus. Das wirkt alles sehr realistisch, gänzlich ohne große Helden.
Die Personen sind natürlich frei erfunden, präsentieren sich aber trotzdem angenehm zurückhaltend und glaubwürdig. Mit den Eingeschlossenen kann man richtig mitfühlen.
Ein starkes Katastrophendrama also, das ohne viel Pathos die auf Tatsachen beruhende Katastrophe schildert.