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Im selben Jahr, in dem er auch einen Zombie am Glockenseil hängen ließ, inszenierte Lucio Fulci diesen spannenden Actionthriller mit Fabio Testi, der hier in der Rolle des Luca zu sehen ist.
Luca lebt nicht nur in Neapel, sondern außerdem auch noch vom Zigarettenschmuggel. Doch er ist nicht der einzige, der sich und seine Familie so über Wasser hält. Mindestens 200.000 Menschen, so will uns der Film das zumindest weismachen, verdienen so ihr täglich Brot. Eigentlich könnte es immer so weitergehen, doch eines Tages bedroht ein Fremder, der Marseiller, das einträgliche Geschäft. Er handelt nicht mit Zigaretten, sondern mit ganz schlimmen Drogen und will, dass die Zigarettenschmuggler sich ihm anschließen. Dazu ist ihm jedes Mittel recht. Auf äußerst brutale Art und Weise versucht er, die Kontrolle über das Gebiet zu erlangen und er schreckt auch vor Mord nicht zurück. Doch Luca lässt sich so schnell nicht ins Bockshorn jagen. Als der Marseiller dann auch noch seine Frau samt Sohn entführt, kommt es zur blutigen Abrechnung.
Das ist im Groben die Geschichte, die Herr Fulci meiner Meinung nach auch ganz ordentlich umgesetzt hat. Beginnt der Film zwar noch recht harmlos, geht es in der zweiten Hälfte dafür umso heftiger zur Sache. Da werden Gesichter mit einem Bunsenbrenner verunstaltet, faustgroße Löcher in Hälse geschossen usw. Wer Fulci noch nicht kennt, dem dürfte hierbei der Atem stocken, denn wer erwartet solche Szenen schon in einem Actionthriller?
Eine Botschaft hat der Streifen übrigens auch noch parat: Zigarettenschmuggel ist okay, wenn du damit deine Familie ernährst, Drogen sind böse. Auch die schauspielerischen Leistungen können überzeugen, und so bleibt unterm Strich einer der besseren Filme des italienischen Kultregisseurs.

Fazit:
Für Fulci-Fans ist dieser Film Pflicht.

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