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Olivia , die Tochter des Sheriffs , will mit ein paar Freundinnen in den Wäldern zelten . Dummerweise haben aber ganz in ihrer Nähe sechs junge Leute einen ganz anderen Plan für die Nacht . Sie wollen Leichen auf einem Friedhof berauben , weil jene das Gold , das man ihnen ins Jenseits mitgab , ja nicht mehr brauchen , sie sich aber gerne neue Klamotten kaufen würden . Nachdem die Jugendlichen in eine alte Gruft eingebrochen sind , scheinen sie am Ziel ihrer Träume zu sein , denn dort finden sie zahlreiche Schmuckstücke , erwecken aber auch einen Satanisten , der vor Jahrhunderten von Priestern getötet werden konnte , bevor er für die Wiedergeburt des Satans sorgen konnte . Selbstverständlich hat er nichts anderes im Kopf als seinen alten Plan endlich in die Tat umzusetzen und ein Grabräuber nach dem anderen ( und ein paar andere Leute ) muss nun daran glauben ...  

" Grave Robbers " ist ein übernatürlicher Slasher , der sich nicht hinter den amerikanischen Slashern jener Zeit verstecken muss und besonders anfangs mit einigen atmosphärischen Bildern aufwarten kann . Ob eine dämonische Beschwörung durch ein paar Priester gestört wird , die Grabräuber auf dem alten Friedhof herumlaufen , man die Kellergewölbe durchsucht oder im strömenden Regen vom Friedhof flieht . Das weiß zu gefallen und lässt auch noch Erinnerungen an die italienischen und spanischen Horrorfilme der Epoche wach werden .  

Doch " Grave Robbers " übernimmt leider auch die Probleme des amerikanischen Slashers wie nicht gerade sehr faszinierenden Figuren , was das Mitfiebern mit ihnen nicht gerade einfach macht ( obwohl sie jetzt auch nicht grottenunsympathisch sind ) und auch die recht kurzen Angriffe des Zombie Satanisten sorgen nicht für riesige Spannung .  

Interessanter als die jungen Hauptdarsteller ist da schon der Sheriff , der ( für solche Filme ja eher eine Ausnahme ) zielgerichtet handelt , statt immer nur zu behaupten , dass es eigentlich keine Bedrohung gäbe ( wie sonst in solchen Filmen ) . Dabei erinnert der Mann ein wenig an Tom Atkins in John Carpenter Streifen a la " The Fog - Nebel des Grauens " und auch die Musik stimmt manches mal Töne an , die an die Soundtracks des Horrormeister erinnern .  

Im Grunde ist das alles schon tausendfach da gewesen , doch ein paar nette Szenen und einige , wenn auch nicht allzu viele , Splattereffekte retten den Film noch über die Runden bis zum halbwegs spannenden Finale . Für mich nicht ganz der Geheimtipp , den ich mir erhofft hatte ( ich hatte gedacht , dass man es hier mit einem ganzen Trupp von Zombies aufnehmen muss und nicht nur einem einzelnen ) , aber wer dem italienischen Zombiefilm oder den ´Reitenden Leichen ´ und Slashern aus deren Blütezeit etwas abgewinnen kann , dürfte sich bei " Grave Robbers " heimisch fühlen .  

*** Der Film wurde im spanischen Original mit nicht durchgängigen englischen Untertiteln gesehen !

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