Review

kurz angerissen*

erstmals veröffentlicht: 19.07.2014

Das Drehbuch verspricht einen komplexen, in dieser Art selten gesehenen Genre-Mix irgendwo zwischen Mystery, Komödie, Psychothriller, mikrokosmischer Satire und Mockumentary und damit eine vergleichsweise neue Filmerfahrung, die wohl auch aus dem journalistischen Hintergrund des Autoren John August geboren wurde. Da ist es beinahe schon als tragisch zu bezeichnen, dass August sein Drehbuch diesmal unbedingt selbst verfilmen musste, denn als Regisseur scheint ihm jegliches Talent zu fehlen. Die von ihm gebotenen Einstellungen sind langweilig und haben die Anmut einer TV-Produktion fürs Nachmittagsfernsehen, die Szenen- und auch Kapitelübergänge der dreiteiligen Geschichte erscheinen holprig, der Schnitt notdürftig und unbeholfen. Ryan Reynolds wähnte sich wohl endlich mal wieder in einem anspruchsvollen Projekt, wird aber unvorteilhaft inszeniert, und über die Eignung seiner Co-Stars kann man ebenfalls geteilter Meinung sein (insbesondere bezogen auf Melissa McCarthy). Dass so großes Potenzial so einfach an handwerklichen Barrieren scheitern kann, ist beinahe beunruhigender als der Plot.

*weitere Informationen: siehe Profil

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