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Mickey Gordon (Billy Crystal) ist Basketballschiedsrichter und muss eines Tages nach Paris reisen um seinem toten Vater einen letzten Wunsch zu erweisen. Er möchte in der Normandie neben gefallenen Kriegskameraden beerdigt werden. Gesagt, getan, doch aus dem Kurztrip nach Paris wird nichts: Der Sarg geht verloren und Mickey lernt auf dem Flughafen die Angestellte Ellen (Debra Winger) kennen. Die beiden verbringen eine tolle Woche, bevor Mickey wieder abreisen muss. Überraschenderweise reist ihm Ellen hinterher und die beiden beginnen eine feste Beziehung. Doch mit der Heirat fangen die Probleme erst an...

"Forget Paris" ist ein absolut empfehlenswerter Vertreter des Genres Beziehungskomödie und trifft von Anfang an den Nerv des Zuschauers. Das Drehbuch konzentriert sich dabei ohne Umschweife auf die Beziehung zweier Menschen, die mehrmals getrennt werden aber dann immer wieder zusammenfinden und letztendlich begreifen, dass sie einfach zusammengehören. Die Story erlebt der Zuschauer nicht selber, sondern sie wird ihm erzählt, von einer Gruppe, die sich in einem Restaurant zusammenfindet. Billy Crystal und Lowell Ganz, die Drehbuchautoren, kreierten eine umwerfende Geschichte voller Witz und sympathischer Charaktere.

Komik und Gefühl haben genau die richtige Mischung, mit der beiderlei Geschlechter zufriedengestellt sein sollten. Zudem sind Gespräche von Kumpels über Frauen und Gespräche von Freundinnen über Männer sehr interessant zu verfolgen und bieten genug Denkstoff, um festzustellen, ob einige der geäußerten Vorurteile nicht doch auf einen selber übertragbar sind.

Als nette Beilage bekommt man noch wunderbare Bilder von Paris geboten, das von seiner schönsten Seite gezeigt wird, aber auch die Basketballspiele wurden sehr atmosphärisch eingefangen, wozu die Gastauftritte einiger Stars der Szene einen gehörigen Teil beitragen.

Die Gags sitzen fast immer und driften niemals in Niveaulosigkeit ab. Die köstlichen Dialoge laden zum Wiedersehen ein, Crystals trockener Humor ist unverkennbar. Für den simpleren Humor ist Ellens Vater im späteren Verlauf zuständig, meiner Meinung nach zusammen mit Crystal die lustigste Figur im Film.

Das ersehnte Happy End kommt schließlich genau richtig daher, nicht zu dick aufgetragen, wie dies genreüblich manchmal der Fall ist, und rundet einen durch und durch sympathischen Film ab, dem ich jeden ans Herz legen kann, der nur ein bisschen was für romantische Storys übrig hat. "Forget Paris" ist einer der besten Vertreter des Genres in den 90ern, ein kleiner Geheimtipp!

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