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Bei Contamination mag es sich auf den ersten Blick nur um ein billiges Alien Rip-Off zu handeln, aber es steckt weitaus mehr dahinter.

In New York läuft ein Frachter in den Hafen ein; auf den ersten Blick fehlt von der Crew jede Spur. Ein Spezialistenteam geht an Bord und findet neben den zerfetzen Überresten der Mannschaft auch noch seltsame grüne Eier versteckt in Kaffeekartons. Diese Eier haben die seltsame Angewohnheit bei Kontakt mit Menschen zu explodieren und setzen dabei ein grünfarbenes Sekret frei. Gerät der menschliche Körper in Kontakt mit diesem Sekret explodiert Sekunden später Magen. Aufgrund dieser Bedrohung schaltet sich das Pentagon ein und setzt die attraktive Stella Holmes auf den Fall an. Zusammen mit einem New Yorker Cop, der bei der Inspektion des Schiffes dabei war, machen die beiden den ehemaligen Astronauten Ian Hubbard ausfindig der auf dem Mars die gleichen Eier gesehen hat....

Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten. Die auffälligsten Bezüge zu „Alien“ sind die Eier und die explodierenden Bäuche. Beides baute Cozzi ein um die Produzenten milde zu stimmen, die ihm ihr Geld für einen italienschen „Alien“ Film zur Verfügung stellten. Ansonsten lies er sich bei den US-Horror Filmen der 50er und 60er inspirieren. Eine ähnliche Szene gleich zu Beginn, als der Hubschrauber über dem Schiff kreist gab es auch am Anfang von „Tarantula“ von Jack Arnold, nur kreiste dort der Hubschrauber über einem Mädchen. Bei den Wissenschaftlern und Soldaten in ihren weißen Anzügen mit den Gasmasken lies er sich von Quatermass inspirieren, wobei aber sicher auch George A. Romeros Crazies als Inspirationsquelle mit aufgeführt werden darf.

Die Story an sich ist unlogisch und recht trashig z.B. wird zu keinem Zeitpunkt erklärt wieso das Eiersekret zur Explosion des Magens führt. Anderes Beispiel: Die Eier vergrößern sich durch Hitze und werden so „reif“, können aber gleichzeitig mit einem Flammenwerfer vernichtet werden. Ansonsten hatte die Geschichte durchaus Züge eines Agentenfilms (wurde übrigens in Italien auch durch die Trailer als solchen, zumindest teilweise, verkauft).

Der Film lohnt sich übrigens schon allein wegen dem Goblin Score. Sonst eigentlich eher bekannt für die Musik in diversen Argentos, sorgen sie auch hier für die perfekte Untermalung.

Aufgrund des geringen Budgets wurde der Film in nur fünf Wochen auf drei verschiedenen Kontinenten (Italien, Amerika und Südamerika) heruntergekurbelt. Genauso musste bei den FX gespart werden. Der Grossteil der Eier bestand nur aus angemalten Ballons und das Alienmonster gegen Ende wurde durch geschickte Schnitte zum Leben erweckt. Beim Dreh versagte nämlich die Mechanik der Kreatur und alles musste von Hand bewegt werden.
Die Splattereffekte sind allerdings erste Klasse. Die explodieren Mägen wurden realisiert indem man vor den Bauch einen mit Tierinnereien gefüllten „Fake“-Magen spannte, der dann durch Luftdruck zum explodieren gebracht wurde. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Diese Mischung aus Alien, alten US-Horror Klassiker und Splatter ist von Anfang bis Ende trashig, aber schwer unterhaltsam.

8/10

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