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Nachdem ein Schiff mit todbringenden Eiern im New Yorker Hafen eingelaufen ist, führt die Spur der Ermittelnden zu einem von einem Weltraumwesen besessenen Marsreisenden, der mit den Eiern die Welt von den Menschen befreien will.

Nach dem Erfolg von "Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt" waren schleimige Weltraumwesen stark angesagt und auch Luigi Cozzi drehte hier unter dem Pseudonym Lewis Coates solch einen Film, doch wo man sich bei dem Vorbild noch gruseln konnte, wird man bei der italienischen Version eher zum Schmunzeln angeregt, denn nicht zu Unrecht hat der Streifen den Ruf eines Trashfilmes.
Die Story ist recht simpel gehalten. Bei seiner Reise zum Mars kam ein Astronaut mit dem Weltraummonster Astaron in Kontakt, beide gehen eine Symbiose ein und wollen mit Hilfe der tödlichen eiförmigen Bakterien die Menschheit ausrotten. Ein weiblicher Colonel der Regierung, ein Bulle und ein damals vom Mars unversehrt Zurückgekehrter gehen der Sache nach.
Allein die Handlung ist schon sehr trashig ausgefallen und hinzu kommen reichlich naive Dialoge und allenfalls mittelmäßige Darstellerleistungen, die dem Ganzen die Krone der unfreiwilligen Komik aufsetzen. Mir kann jedenfalls niemand ernsthaft weißmachen, dass er ein flaues Gefühl im Magen bekommt, wenn eine Frau zusammen mit einem grünlich leuchtenden Ei im Badezimmer eingesperrt wird, mit deutlich bemüht gespielter Verzweiflung an die Tür klopft und ruft "Hilfe, hier ist ein Ei!".
Nunja, ganz so harmlos sind die Eier nicht, wie wir in einigen Szenen sehen können, in denen die Effektezauberer mit Blut und Gekröse ihrem Handwerk nachgehen. Denn wenn die wabernden und stöhnenden(!) Eier zerplatzen und der Ausguss in Kontakt mit Mensch (aber auch Tier, wie wir in einem Rattenexperiment eindrucksvoll erleben) gerät, blähen sich deren Körper auf und es gibt eine Explosion mit einem Gemisch aus Blut und Innereien. Umgesetzt ist das Ganze deutlich erkennbar mit Ballons, die mit roter Farbe und allerhand Gummiteilchen gefüllt sind, wobei dadurch, dass diese Explosionen in Zeitlupe abgespielt werden, man noch mehr Gelegenheit bekommt zu sehen, wie ein solcher Effekt wohl gemacht wurde.
Übel getrickst und dadurch lachsalvengeeignet ist zudem die Umsetzung des Astaron, der im Finale das Licht des Bildschirms betritt. Wenn man nicht über seine komische Form feixt, dann spätestens, wenn ihm im wahrsten Sinne des Wortes ein Licht aufgeht, denn er besitzt ein leuchtendes Auge, welches unübersehbar aus einer Taschenlampe besteht. Immerhin ist das Vieh für eine nett anzusehende Menschenverspeisung zu haben.
Die Musik zu diesem Film hat die Band Goblin beigetragen, wobei Leute, die George A. Romeros "Zombie" kennen, sicherlich die ein oder andere vertraute Melodie vernehmen werden und auch die anderen Stücke wurden wahrscheinlich nicht extra für dieses Werk komponiert. Macht aber nix, denn die Musik passt und ich höre die Jungs immer gerne.

Insgesamt ist "Astaron - Brut des Schreckens" ein auf Grund des hohen Trashgehaltes ordentlich unterhaltender Mitreiter der Alienwelle, wie ihn eigentlich nur die Italiener fabrizieren können.

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