Die Italiener, die durch Pizza, Pesto und wie von einer Terantel gestochen wild gestikulieren, zeichneten sich im Jahre anno "Wir erfinden den Farbfernseher" durch diverse Plagiate von Zombie- oder Splatterfilmen mehr oder weniger erfolgreich aus. Wir, bzw. die Amerikaner hatten ja schon fett einen auf die Schnauze bekommen durch "Alien", ein Film, der Genre-Geschichte schrieb und auch ein Meilenstein des Sci-Fi-Erlebnisses darstellen sollte. Also warum probieren wir uns nicht auch an einem Alien-Plagiat? Wobei ich nicht so ganz verstehe, woher dieser Vergleich kommt. Das wäre genauso wie bei meiner letzten Review, bei der ich sagen würde: Wow, Uwe Boll hat einen Film erschaffen, bei der sich Nazis und Vampire die Kinnhake gegeneinander weghauen. Das ist geil, das hat es noch nie gegeben...
Bei "Astaron" schippert ein größerer Kutter seelenlos im Hafen von New York ein. Während einige Wissenschaftler und Polizisten das ganze von innen begutachten, die an einer Hand zählende Mannschaft nur noch als Hackfleisch begutachten kann, kommt man auf den Trichter, dass hier außerirdische Lebensformen (oder besser gesagt Eier) Schuld an der bevorstehenden Apokalypse sind. Werden die Eier, die wie grüne Melonen aussehen warm, platzen sie, und der Saft, der rausspritzt, lässt alle Menschen in der Umgebung im wahrsten Sinne des Wortes aufplatzen.
Ist der Einstieg in diesen Film noch recht atmosphärisch dicht gelungen geht es danach extrem steil bergab. Die Sigournay Weaver für Arme wird eingeführt, und man merkt, dass sie den dicksten Schwanz in der Hose hat und sämtliche Aktionen bzw. Kommandos selber predigt.
Ich will jetzt nicht schnell vom Anfang bis zum Schluss hin- und herschalten, aber mehr als wirre Dialoge, warum die Eier da sind und den Ursprung zu suchen ist bis in die letzte Viertelstunde nicht drin. Okay, man probiert die Aushilfs-Ripley noch auszuschalten, während sie sich duscht und ein Ei (das natürlich explodieren kann) vor das abgeschlossene Bad serviert bekommt. Aber was soll ich dazu sagen? Das war genauso spannend, wie wenn ich mir einen Kebap kaufe und probiere, Soße von Wichse zu unterscheiden.
Im Endeffekt wird alles auf frühere Mars-Missionen geschoben (Script-Boy: You made my Day), bei denen Leute Gehirnwäsche bekommen haben und Astaron, das Hauptmonster (das wie ein Dildo mit Augen aussieht) und seine gelegten Eier zu beschützen, die Menschheit ausrotten soll. Schließlich heißt es wie bei "Pferd-Giraffe-Kuh" (oder wie die ganzen Tiersendungen auf den dritten Kanälen heißen): Fressen und Gefressen werden.
Ich weiß nicht, welchen Beitrag "Astaron" zur Filmgeschichte beigetragen hat. Mir erschließt sich keiner. Bis auf drei ansehnliche Splatterszenen und eine ich fresse-Dich-auf-Szene (und ich schwöre Mama, meinen Doppelwhopper verputz ich schneller und fursteinflößender) hat der Film nichts beizutragen als langweilige Grutze, gepaart mit Paranoia - jedoch immerhin gefüllt mit etwas angenehmen Soundtrack der Kult-Gruppe Goblin. Wenn auch nur wenig.
"Astaron - Brut des Schreckens" kann man getrost in die Tonne kloppen. Ein Film, den man auf seiner ganz persönlichen Zeitreise durchs Häkseln nicht sehen muss.
2/10