Was man von Zombiefilmen kannte, passierte nun auch bei einem Film wie „Alien“. Die Italiener drehen ihre eigene Version.
Ein scheinbar führerloses Schiff dringt in die Gewässer des New Yorker Hafen ein. Natürlich ist die Polizei zur Stelle und da niemand auf dem Schiff antwortet, muss man natürlich an Board. Da es auch noch komisch aus dem Schiff riecht, darf neben Lt. Aris auch noch ein Tropenmediziner an Board.
An Board findet man schließlich Leichen, deren Bauchbereich quasi explodiert ist und grüne, footballähnliche Eier, die unter Wärme scheinbar größer und aktiver werden. Als der Arzt eines dieser Eier aufhebt, explodiert dieses und dank einer Art Säure in den Eiern , werden die Leute nicht nur verätzt sondern auch ihre Mägen explodieren, nur Aris bleibt übrig.
Natürlich ist das Militär schnell zur Stelle unter der Leitung von Colonel Stella Holmes. Man findet heraus, dass die Eier in Kaffeekartons zu einem Warenhaus gebracht werden sollen. Dort angekommen, findet man Dutzende von den Eiern und Leute, die sich selber umbringen. Erst da schimmert es Holmes. Ein alter Astronaut, Ian Hubbes (Ian McCulloch), hatte nach seiner Rückkehr von einer Marsexpedition von solchen Eiern erzählt, aber da sein damaliger Partner dies nicht bestätigt hatte, hatte man Hubbert einfach als verrückt erklären lassen und rausgeschmissen. Jetzt sucht man Hubbes, der vielleicht als Einziger helfen...
Italien hat es wieder geschafft. Nachdem man Filme wie „Dawn of the Dead“ mehr order weniger erfolgreich remaked hatte, musste nun „Alien“ dran glauben. OK, wie befinden uns nicht auf einem Raumschiff, aber der Rest passt schon ganz gut, allein die Eier, diese Art Säure usw.
Schon deshalb dürfte „Contamination“ so manchen ein Dorn im Auge sein, aber es kommt noch besser. Die Story gewinnt wahrlich keinen Oscar und unlogisch ist sie, man kann sich nur an den Kopf packen. Am besten ist wohl die oft zitierte Sache mit den Eiern. Man muss sie von Wärme fernhalten, aber killt sie mit einem Flammenwerfer! Nächstes Beispiel? Man friert mal eben mit irgendwelchen Stickstoffkanonen(?) ein komplettes Schiff ein???
Von den Schauspielern gewinnt allein Ian McCulloch, dank seiner Prominenz in diversen Italo-Horrorfilmen (z.B. Fulcis Zombie), den goldenen Blumentopf.
Warum sollte man sich diesen Film überhaupt anschauen. Der Film macht zu Begin und Ende einfach Spaß, wenn man die ganzen Logiklöcher mal komplett vergisst. Den Anfang kann man sogar als richtig gut beschreiben, wenn die ersten Bäuche in typischer Italia-F/X-Manier zerplatzen, billig aber wie immer äußerst wirkungsvoll. Lieder bleibt es bei diesen Effekten, mehr gibt es eigentlich nicht zu bestaunen, außer das man halt Bäuche platzen lässt.
Ein weiterer positiver Aspekt ist die wie immer ausgezeichnete Musik von Goblin, was diesen italienischen Film ja auch ausmacht. Die Musik wurde später wie auch das Dawn-Theme in Matteis Virus zweckentfremdet.
Große Schwäche von „Contamination2 ist der wirklich langweilige Mittelteil, der einfach nicht voran kommen will und auch nichts bietet, woran sich der Zuschauer „erfreuen“ kann. Da wundert es kaum, dass die dt. Fassung wohl um gut 12 Minuten gekürzt ist. Da hätte Cozzi sich mehr einfallen lassen müssen. Dafür ist das Ende mit der wunderbar trashigen Auflösung wieder nur der Hammer und sollte allen Italo-Fans gefallen.
Fazit: Bis auf den Mittelteil bekommt der Italo-Fan genau das geboten, was er haben will. Trashige Darsteller, eine Story, die jeden anderen Film kritikmäßig vernichten würde, gute Goblin-Musik und blutige F/X. Das Finale ist der Brüller schlechthin. Italo-Fans müssen hier zuschlagen, der Rest sollte einen weiten Bogen um „Contamination“ machen.