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Im Hafen von New York kommt ein führerloser Frachter an. Die Untersuchung des Schiffs birgt eine grauenhafte Entdeckung. Aufgeplatzte Körper, nicht von dieser Welt stammende Eier und Kartons einer Kaffeeplantage. Colonel Stella Holmes ermittelt, mit ihr ein New Yorker Polizist und ein ehemaliger Astronaut.

Wenn außerirdische Eier dafür Sorgen, dass den Leuten die Brust explodiert, so erinnert das natürlich frappierend an den bekannten Mechanismus eines weit bekannteren Films, der ein Jahr zuvor über die Leinwände flimmerte. Und Regisseur Luigi Cozzi macht keinen Hehl daraus, dass „Alien“ hier Pate stand. Allerdings setzt die hier vorgelegte deutsch-italienische Koproduktion dabei auf wenig subtile Effekte und eine ebensolche Erzählung.
Dabei beginnt das Ganze gar nicht mal so schlecht, man bekommt eine Art Geisterschiff, Gore und mysteriöse Eier, die nervige Geräusche von sich geben. Aber schon bald ergibt sich die Chose in eine billig geschneiderte Konstruktion von Figuren und Handlungssträngen. Dann schlabbert das nur noch unmotiviert vor sich hin und so bleibt es dann auch bis zum Ende. Bis dahin pendeln die sich gegenseitig versichernden Dialoge zwischen redundant, bockig und unfreiwillig komisch. Dabei scheint sich der Schlock seiner plagiativen (nicht-)Qualitäten bewusst zu sein und macht aus seinem günstigen Szenario das Beste. Nur ist das eben leider nicht viel. Immerhin gibt es Oliven auf dem Mars.

Wenig spannend geht es voran und wird das Publikum auch nicht mit Überlänge bestraft, so schleppt man sich doch schon spürbar dahin. Daran ändert auch der Score von Goblin nichts, dessen funkyness jeden Anflug von Suspense gekonnt untergräbt. Der gerade zum Ende hin teils ungelenke Schnitt gibt dem Ganzen dann den Rest, da hilft auch ein spät eingesetztes Monstrum nichts mehr, welches von der Kamera öfter als notwendig abgefahren wird.

Dinge passieren, weil sie passieren und das mit den Eiern will einfach keinen Sinn ergeben. Konstruiert ist „Astaron“ oder „Contamination“ nicht sonderlich ansprechend, der Rest wirkt auch nicht durchdacht. Horror- oder SciFi-Feeling sucht man in diesem mit zugegebenermaßen sichtbarem Trash-Charme angereicherten Ripoff mit der Lupe. Aus einer Zeit, in der eine Ohrfeige noch Sachen geregelt hat und unterm Strich so irdisch wie eingeschlafene Füße.

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