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Fünf Pappnasen fahren mit dem Gummiboot raus aufs Meer, wo ihnen das Benzin ausgeht, so dass sie es nicht mehr vor Einbruch der Dunkelheit und vor dem Ausbruch eines Gewitters zurück ans Ufer schaffen. Da stossen sie auf ein geheimnisvollerweise verlassenes Schiff, auf dem sie ein Labor mit seltsamen Fischen finden. Eins von den Viechern scheint schon vor ihrer Ankunft aus seinem Aquarium ausgebrochen zu sein und treibt sein Unwesen an Bord...
Auszug aus dem Bonusmaterial der Astro-DVD: "Sicher ist, das(sic!) es sich bei dem Film um einen der gelungensten, seltensten und gesuchtesten Horrorschocker weltweit handelt." Hahaha, selten so gelacht...
Auf der Habenseite hat der Film nur wenig zu verbuchen: Die Location (also das verlassene Schiff) ist ganz nett (auch wenn die sprechende Einrichtung nervt), Kameraführung und Beleuchtung sind ziemlich schräg (abgedrehte Winkel, extreme Nahaufnahmen, verzerrte Linsen, etc. Wirkt nicht unbedingt professionell, ist aber ganz lustig), es gibt ein paar hübsche "Was zur Hölle...?"-Szenen, durchgeknallte Dialoge und ein bis zwei sehenswerte Effekte (am besten gefällt mir, wie eins der Mädels beim Sex das Auge des Typen verschluckt, dem dieses aufgrund eines Killerfisch-Angriffs aus der Augenhöhle kullert).
Die negativen Aspekte überwiegen aber bei Weitem: Wirrer Schnitt, schlechte Schauspieler und jede Menge miese Effekte, öfters selbstzweckhaft oder an der Grenze zur Debilität: Da kotzt schon mal wer einen Haufen gelben Schmodder und Käfer, Frauen gebären Fischeier oder Fische fliegen durch die Gegend, ohne anatomisch dafür ausgestattet zu sein. Besonders doof ist das lächerliche Tentakelmonster, in welches sich einer der Protagonisten verwandelt.
Die Story ist einfach behämmert: Ganz schlimm sind die "wissenschaftlichen" Erklärungen und natürlich muss jedes noch so sinnlose Klischee unbedingt auch aufgeführt werden; gegen Ende ist das Ganze nur noch ein ziemliches Durcheinander. Die stupiden Protagonisten gehen einem schlicht auf den Keks (besonders Bobby, ein streichespielender und dauergeiler Vollpfosten vor dem Herrn) oder am Hintern vorbei (und wer's wissen will: Von den Darstellerinnen ist keine wirklich attraktiv, da helfen weder die Nacktszenen noch die lächerlichen Bikinis).
Zusammenfassung: Von den Beteiligten scheint keiner die leiseste Ahnung von seinem Job gehabt zu haben. Das führt zu einigen Momenten, die so schlecht sind, dass sie schon wieder gut sind, aber alles in allem ist der Film langweilig, weil konfus, und ziemlich nervig (und als Horrorschocker geht das Ding schon gar nicht durch). Ein unergötzlicher Streifen, der auf den Meeresgrund versenkt gehört.

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