Fünf trottlelige Spaßmacher, bestehend aus 3 Dumpfmädels und zwei Filous (Nerd und Großmaul) verirren sich nach einem Bootstrip auf ein verlassenes Forschungsschiff und beschließen dort ihre Party zu starten. In einem Labor werden dann sogleich lächerlichst entstellte Papp-und Gummifisch-Kreationen ausgemacht, allesamt konserviert.
Als einer der Fische beim anbraten von der blonden Cliquen-Matratze anfängt zu zucken als sei er die Rache des Kapitän Iglo persönlich, häufen sich die schrägen Vorfälle und unsere Sonderschüler und -Rinnen kommen dem puren Schwachsinn in Form von spechenden Flug-Forellen, Kotze-Hirschkäfern und Dämonen-Piranhas auf die Spur.
"Creatures from the Abyss" ist fischiger 90's Italo-Schund, noch zigmal blöder als dessen 80er' Vertreter "Astaron" oder "Dämonen". Bereits im Vorspann droht man mit der "Elikonia Group", verantwortlich für die Filmmusik, welche einem von Anfang bis Ende mit dem immer gleichen DöhmDöhmDööö-Gedudel aufs nervigste die Ohren penetriert.
Direkt nach wenigen Minuten landen die von jeglicher Intelligenz befreiten "Teenies" (mal wieder Ende 20) auf dem Schiff, blubbern Ewigkeiten Schrott über ihre Entdeckung der Fischmutationen und erzählen Witze über die nichtmal Mario Barth lachen würde:
"Kennst du eigentlich den Unterschied zwischen einem Diaphragma und einem Kaktus? Na, führ dir mal 'nen Kaktus unten rein dann merkst du den Unterschied".
Das die Runde auf diesen sinnigen Scherz in heftiges Gelächter ausbricht, spricht in etwa für den IQ der Pappenheimer hier. Nebenbei nervt immer wieder ein Schiffscomputer mit weiblicher Stimme, der über ein albernes Plastik-Wal-Wandgehänge heraus seine doofen Sprüche reißt. Selbst die Duschen auf diesem High-Tech Schiff quatschen blödes Zeug. Absolut bescheuert.
Bis überhaupt mal was passiert, bis auf das ständige in die Kamera präsentieren der peinlich designten Fischexperimente sowie einem beobachtenden Fisch-O-Vison Auge welches im Minutentakt überall herumflitzt, muss man schon eine halbe Stunde warten.
Eine der Urscheln infiziert sich irgendwie, kotzt Schleim und Hirschkäfer aus und behauptet dann diese sehen genauso aus wie die Experimente im Labor. (Klar, Fischmutanten und Käfer haben definitiv eine frappierende Ähnlichkeit).
Kurz darauf greift ein schrecklich animierter fliegender Fisch des Nerds Angebetete an, dieser rastet aus und kloppt in Zeitlupe minutenlang zur sich dauernd wiederholenden 3-Töne Musik das Labor kurz und klein. Niveau ade.
Später gibt es dann noch eine satte, extrem wiederwärtige Metamorphose wobei sich jemand in einen Fischmenschen transformiert, und einer Anderen wächst ein sprechender Piranha aus dem Rücken, der mit starren, unbeweglichen Krebsscheren (?) und blinkenden Knopflampen-Augen die Menschheit als "primitive Daseinsformen" bezeichnet. Recht hat er. Denn was kann er, was wir nicht können? Richtig: Seinem unbedarften Wirt den Kopf per Krebsschere so hart quetschen, das dieser aus seinem Mund lebende Fischköpfe abfeuert. Aua! Viel beknackter geht es nicht mehr, bis auf eine Szene in der Urschel Nummer 3 schleimigen Kaviar gebärt.
Die Effekte hier sind trotz aller Billigkeit extrem wiederlich anzusehen, wie fast in jedem Italoflick dieser Art. Es wird an Kotze und anderem Schleim permanent herangezoomt bis einem der Matjes wieder hochkommt.
Die Darsteller sind mal wieder eigentlich keine und nur Mittel zum Zweck. Ein wenig mehr Action und FX hätten dem Quatsch hier gut getan, denn selbst die Synchro ist bis auf einige Ausnahmen nicht ganz so lustig um die ereignisloseren Szenen damit zu kaschieren. Ein recht durchwachsenes Italo-Geschmodder also, über das Trash-O-Nauten wohl schmunzeln können, so richtig fetzen tut der Schinken aber nicht.
Erwähnenswert wäre noch der Bär, ein heimlicher Star des Schmonzes hier. Er soll im Film selbst wohl ein ausgestopftes Tier repräsentieren, sieht aber so knuffig und urkomisch zusammengepuzzelt aus, das ich beim Anblick mal eben kurz laut losbrüllen musste. Also Freunde, esst schön euer Schlemmerfilet mit Pommes auf, ansonsten kommt Kaptain-Karpfen mit die Crazy-Killer-Krebsscheren und versüßt bzw. versaut euch den Appetit mit diesem grenzdebilen Billig-Horror.