True Romance ist, neben Natural born Killers, das erste was Quentin Tarantino je geschrieben hat. Sein erster Film wurde es leider nicht, aber nach dem Erfolg von Reservoir Dogs wurden seine beiden Erstlinge doch noch verfilmt. Wärend NBK eher eine Interpretation von Tarantinos Drehbuch, durch Oliver Stone, darstellt wurde True Romance im Großen und Ganzen genau so verfilmt wie Tarantino es wohl auch getan hätte. Der Film stellt hauptsächlich Tarantinos Idee eines romantischen Films dar wobei man in den Dialogen schon ein wenig an Pulp Fiction erinnert wird.
Zur Story: Clarence trifft an seinem Geburtstag, den er wie jedes Jahr im Kino verbringt, die süße Alabama kennen. Wie sich aber herausstellt ist sie ein Callgirl, welches von Clarences Chef angeheuert wurde. Beide verlieben sich Hals über Kopf ineinander und heiraten. Clarence kommt auf die (ziemlich dumme) Idee bei Alabamas Zuhälter Drexel aufzutauchen um ihre Klamotten zu holen und ihm unter die Nase zu reiben, dass er jetzt mit ihr zusammen ist und das er sie in Ruhe lassen soll. Bei der anschließenden Schlägerei/Schießerei erschießt Clarence Drexel und nimmt in der allgemeinen Verwirrung den falschen Koffer mit. Alabama und Clarence sind nun im Besitz eines Koffers voll mit Mafiakokain und machen sich auf nach LA, um den Koffer dort zu Geld zu machen, doch so leicht gibt die Mafia nicht auf und schickt den beiden ein Killerkommando hinterher.
Zu den Darstellern braucht man nicht viel zu sagen, da alle super sind vor allem Christian Slater als Comicverkäufer und Elvisfan Clarence, der auf dem Klo schon mal gern mit seinem imaginären Mentor The King (Val Kilmer) redet. Überhaupt sind die meisten Nebenrollen mit bekannten Namen besetzt, sei ihr Auftritt auch noch so kurz. Erwähnenswert ist auf jeden Fall der Dialog zwischen Clarences Vater (Dennis Hopper) und der rechten Hand des Mafiapatens (Christopher Walken). Hier treffen wahrlich zwei Superdarsteller in Höchstform aufeinander. Außerdem sind Samuel L. Jackson und Brad Pitt in kurzen, aber coolen Rollen zu sehen.
Tony Scott inszenierte den Film mit sichtlich viel Liebe zum Detail und Querverweißen auf andere Filme (im Kino am Anfang läuft ein Sonny Chiba Film und Alabama sieht sich an einer Stelle A better tomorrow2 an).
Der Film wird zu keiner Sekunde langweilig und ist für einen "Liebesfilm" extrem bleihaltig.
Interessant ist außerdem das alternative Ende zum Film, da Tarantino eigentlich kein Happy End geplant hatte.
Ein wahres Meisterwerk, gehört sicherlich zu den besten Filmen überhaupt, unbedingt ansehen!
9/10Punkte