Ich muss sagen, dass ich mir wesentlich mehr erhofft hatte. Vielleicht hätte Tarantino sein Drehbuch selbst verfilmen sollen, dann wäre das wohl eine rundere Sache geworden. So wirkt mir da zu viel durcheinander gewürfelt. Tolle Schauspieler, eine unterhaltsame Story und ein Regisseur, der es eigentlich drauf hat. Nur funktioniert das Ganze zusammen nicht so richtig.
Natürlich hat der Film seine Momente. Ein Christopher Walken, der in einer tollen Szene mit Dennis Hopper einmal mehr grandios aufspielt, ist zum Beispiel so ein kleines Sahnehäubchen. Dann der bekiffte Brad Pitt, der gar nichts rafft und überhaupt nicht sonderlich viel beiträgt. Aber grundsätzlich bleibt neben den brutalen Shootouts und dem verliebten Geknutsche jede Menge Esprit auf der Strecke. Ich hätte mir gewünscht, dass "True Romance" noch mehr Road Movie ist, noch mehr Humor impliziert und noch mehr dieser herrlich abschweifenden Dialoge wie in der Szene mit Walken und Hopper zu bieten hat. Insgesamt war mir das für einen vermeintlichen Kultfilm schlichtweg zu wenig.
Diese ganzen Namen im Cast, ein wunderbar melodischer Score von Hans Zimmer, Tony Scott als Regisseur und dann noch ein Drehbuch von Quentin Tarantino. Wenn man das alles so liest, wachsen die Erwartungen an den Film wohl ins Grenzenlose. Ich wurde daher etwas enttäuscht, verbrachte mit dieser Geschichte aber dennoch zwei unterhaltsame Stunden.