Review

Tony Scott ( Regie ) und Quentin Tarantino ( Drehbuch ) bieten mit True Romance eine herrlich drurchgeknallte Lovestory, deren Ende wohl auch John Woo nicht besser inszeniert hätte.

Story:
Clarence ( Christian Slater ) ist begeisterter Elvis Fan, jobt in einem Comic-Shop und ist Filmfreak. So verbringt er dann auch traditionell seinen Geburtstag im Kino. Dort lernt er Alabama ( Patricia Arquette ) kennen. Sie verbringen eine heiße Nacht miteinander, aber am nächsten Morgen gesteht sie ihm das sie seit 3 Tagen ein Callgirl ist, und sein Boss Clerence ein Geburtstaggeschenk der besonderen Art vorbeigeschickt hat.
Nun, diese Offenbarung hält Clerence und Alabama aber nicht davon ab noch am selben Tag zu heiraten, denn sie glauben beide an die wahre Liebe.
Jetzt muß Clerence nur noch die Sache mit Alabamas Zuhälter Drexl lösen, und das macht er auch. Danach hat er nicht nur ein Problem mit der Mafia sondern auch noch einen Koffer voller Koks, und kommt mit seltsamen Typen aus dem Showbiz zusammen.

Man merkt dem Film in jeder Sekunde die Handschrift Quentin Tarantinos an. Die Figuren sind einfach nur herrlich skuril und durchgeknallt, egal ob jetzt die beiden Hauptdarsteller oder Gary Oldman als Drexel, Dennis Hopper als Clerence´ Vater oder Christopher Walken als Mafiaboss, von Brad Pitt mal ganz zu schweigen.
Die Action und Gewalt werden mächtig überzeichnet dargestellt. Sei es nun die Folterung von Dennis Hopper oder der Kampf zwischen James Gandolfini und Patricia Arquett bis hin zum finalen Shoot Out, der auch John Woo mehr als als nur gefallen dürfte.

Leider hat der Film auch einige Schwachpunkte. Die Dialoge lassen einiges an der Spritzigkeit vermissen, die man von Tarantino sonst gewohnt ist - so darf z.B. Patricia Arquette die meiste Zeit hysterisch Schreien oder an Christian Slater rumknabbern, hat aber kaum einen wirklichen Satz zu sagen.
Auch entwickelt sich die Story sehr zäh und so kommt erst zum Ende hin wirklich Tempo in die ganze Geschichte.

Die Schauspieler überzeugen ansonsten aber durchweg, auch wenn man sich wünschen würde, das Christopher Walken mehr zu sehen wäre.

Fazit: Der Film ist wirklich jedem der kein Problem mit skurille Geschichten , reichlich Blut und viel Romantik hat absolut zu empfehlen. Ein Film, der wirklich Spaß macht.

Deshalb: 7 von 10

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