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In True Romance geht es um Clarence Worley (Christian Slater), der durch Zufall an Drogen kommt, als er den Koffer seiner frisch verheirateten Frau von ihrem ehemaligen Zuhälter abholen will. Denn in all dem Durcheinander erwischt er nicht wie beabsichtigt die Klamotten seiner Frau, sondern die Drogen von ihrem Zuhälter Drexl (Gary Oldman). Er bemerkt diese Verwechslung natürlich erst viel zu spät und kommt auf die Idee die Chance zu nutzen und mit Alabama zu fliehen um die Drogen zu Geld zu machen. Womit er nicht rechnet, ist, dass Mafia und Polizei ihnen schon längst am Hacken kleben…

True Romance ist für mich einer der besten Filme von Tony Scott, der hier auf dem Regiestuhl Platz genommen hat. Er vereint harte Actionkost, wunderbare Romantik, einen genialen Soundtrack, klasse Schauspieler und eine einzigartige Optik in einem mitreißenden Film.

Die Darsteller in diesem Film stammen allesamt aus der 1. Liga von Hollywood und zeigen in diesem Film warum dies der Fall ist. Da hätten wir zu allererst Christian Slater (Clarence Worley), der in dem Film drei große Leidenschaften hat: Eastern, Comics und Elvis. Er spielt den absoluten Sympathieträger des Films und liefert wahrlich eine glänzende Leistung ab. Der nächste Hollywood- Stern ist die zuckersüße Patricia Arquette, die hier die absolut naive und echt heiße Alabama spielt. Ein weiterer sehr talentierter Schauspieler ist Christopher Walken, der hier den Sizilianer Vincenzo Coccotti gibt: ein wahrlich fieser Typ, den man nicht als Feind haben möchte.
Selbst die Nebenrollen sind noch mit Hollywood- Größen wie z.B. Dennis Hopper, Val Kilmer, Brad Pitt, Samuel L. Jackson und Gary Oldman besetzt, die allesamt glänzend agieren. Hier wird einem ein einmaliges Star- Ensemble geboten, neben dem selbst das Aufgebot von Ocean’s Eleven blass aussieht.

Die Story ist gekonnt und mit viel Liebe fürs Detail in Szene gesetzt worden. Jede Szene ist wunderbar ausgearbeitet und besticht immer wieder durch geniale Dialoge (als besonderes Highlight ist sicher der Dialog zwischen Christopher Walken und Dennis Hopper anzusehen), die zum einen die Action etwas auflockern und zum anderen für die nötige Spritzigkeit sorgen. Selbst die Storylinie ist für einen Actionfilm sehr gelungen und weiß über die gesamte Filmlänge zu fesseln und zu unterhalten. Es wird einem keine 08/15 Story geboten, die eigentlich nur die Actionszenen zu einem 2- Stunden Gebilde verknüpfen soll, sondern hier wurde wirklich etwas Eigenständiges geschaffen.

Ein besonderes Glanzstück neben den schauspielerischen Leistungen ist ohne Zweifel der Soundtrack. Er schafft es wie selten ein Soundtrack den Zuschauer völlig in seinen Bann zu ziehen, eine packende Stimmung zu erzeugen und sich dem Film perfekt anzupassen. Das Main Theme schafft es auf der einen Seite eine fröhliche und heitere Atmosphäre zu kreieren, aber kann in der nächsten Szene schon wieder melancholisch und düster wirken.


Fazit: Ein Film bei dem Schauspieler, Story und Soundtrack zu einer perfekten Einheit verschmelzen und ihn zu einem wahren Erlebnis machen.

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