Wenn es grad läuft macht man weiter. Der Anschluß an den ersten Critters Teil ist nicht unbedingt sauber, doch gerade die einleitende Boba-Fett-Für-Arme-Bounty-Hunter-Sequenz dieses Sequels hat gleich ein paar Lacher parat. Man achte nur mal auf den Yoda im Kühlfach oder ein Alien, welches entfernt an Metaluna IV antwortet nicht erinnert. Und dann fiel mir auch gerade auf, daß die beiden Kammerjäger aus dem All auch Namen haben. Ug und Lee!
Critters 2 – Sie kehren zurück hat aber ansonsten nicht viel mit dem Weltall zu tun. Das Problem befindet sich noch auf der Erde – Critters, die das letzte Gefecht überstanden haben und bereit sind, die restlichen zweifelnden Bewohner aus Grover’s Bend ihren Terror als real spüren zu lassen. Das wars. Die Devise lautet, den gleichen Scheiß nur größer abzuziehen und mit vielen neuen Zitaten und Gags kriegt man den Dreckskarren dann sogar ungefähr auf Höhe des Vorgängers.
Ob nun der Sheriff im Osterhasenkostüm als erster dran glauben muß, Lee sich nicht ganz entscheiden kann, ob er sich als Playboy-Centerfold oder doch Freddy Krüger ausgeben soll oder die Critters sich für das Grand Finale zu einer großen Kugel zusammenrotten. Ich hatte sogar den Eindruck, die Effekte wären einen Tick erwachsener geworden, doch das mag täuschen. Und eine Gremlinsgedächnisszene ist auch wieder dabei.
Spaßbremse ist hier tatsächlich die deutsche Synchro und ein mir nun klar gewordener Grund, warum ich eigentlich die Critters mal in der Ecke liegen gelassen habe. Erstmal quasseln die Critters hier Blödsinn am laufenden Meter und zweitens gibt es inhaltlich kaum noch einen Zusammenhang mit dem Original. Aus dem Hin und Her einer Crittermeute macht die deutsche Fassung dann einfach eine dazueilende Verstärkung. Bitte im O-Ton ansehen, dann funktioniert diese oft als schwach angesehene Fortsetzung auch prima!