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Ein schöner pathetischer Film, der - wäre er ein Buch - am besten als Bildungsroman zu bezeichnen wäre.
Alvin York (Gary Cooper) ist ein junger, naiver Hinterwäldler aus Tennessee, der einige Erfahrungen machen muß, um auf den "rechten Weg" zu kommen. Von seinem ausschweifenden Alkoholkonsum wird er eines Tages durch einen Blitzschlag, der ihn knapp verfehlt, geheilt und zum Christen bekehrt. Sein Leben baut er in Zukunft auf die wörtliche Auslegung des Wortes Gottes auf. Er findet eine Frau, die er heiraten will. Aber ausgerechnet jetzt tritt die USA in den Ersten Weltkrieg ein. Mit Hilfe des Pastor versucht Alvin den Kriegsdienst zu verweigern, was allerdings misslingt. Als er während der Grundausbildung zum Corporal befördert werden soll, möchte er dies nicht annehmen. Es kommt zu einem Gespräch zwischen ihm und zwei hohen Offizieren, in dem Alvin seinen pazifistischen Standpunkt in einem religiösen Diskurs mit dem Hauptmann seiner Einheit darstellt. Er erhält daraufhin vom Major ein Buch über die Geschichte der USA, welches er sofort liest. Jetzt folgt seine Wandlung in einen Patrioten, der die Notwendigkeit der Verteidigung seines Landes und der Freiheit einsieht. Er kommt nach Frankreich, wo er eine Heldentat vollbringt, die ihm viele Auszeichnungen einbringt. Zurück in der Heimat wird er gefeiert und nun könnte er viel Geld mit seiner Berühmheit machen. Er verzichtet aber, da er nicht Stolz darauf ist, Menschen getötet zu haben und kehrt nach Tennessee zurück um wieder als Farmer zu leben.
In diesem Film hält sich das nationale Pathos angenehm die Waage mit freundlichem Humor. Natürlich ist der Film auch als Propagandafilm zu verstehen, um die amerikanische Öffentlichkeit auf den bevorstehenden Eintritt in den 2. Weltkrieg vorzubereiten. Durch die routinierte Regie Howard Hawks` gerät dies aber nie in zu flache Gewässer.

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