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Nachdem der zweite Teil der „Critters“-Filme die Serie zwar weiterführte, aber keine Neuerungen einbringen konnte, sollte der dritte Teil das Monsterverhikel auf die nächste Stufe hieven. Genauergesagt in die Großstadt. War bisher eine ländliche Kleinstadt das Jagdrevier der kleinen und gar nicht putzigen Viecher, bevölkern sie jetzt ein Mietshaus in einer Großstadt.

Trotz der neuen Location ist alles beim Alten: Die Viecher vermehren sich, fressen (auch Menschenfleisch) und treiben allerlei Schabernack... Ein gieriger Hausbesitzer verscheucht eine Mietpartei nach der anderen, um ein heruntergekommenes Mietshaus zu verkaufen. Daher sind in dem Haus nur noch einige wenige Wohnungen belegt. Der Rest liegt brach und entspricht einem hervorragenden Spielplatz für die Monster. Wieder greifen die Viecher an und wieder erwehren sich die übriggebliebenen Menschen ihrer Haut. Von der alten Besetzung ist nur der Crittersjäger Charlie (Don Opper) übrig, der wieder mal den Menschen in größter Not zur Hilfe kommt. Die übrige Besetzung ist eigentlich nicht der Rede wert, würde nicht ein gewisser Leonardo DiCaprio in „Critters 3“ sein Leinwanddebüt geben... Er wirkt dabei ein wenig hemdsärmelig und man musste schon viel Fantasie haben, wenn man ihm nach Sehen des Streifens eine große Hollywoodkarriere prophezeit hat.

Waren die anderen Filme der Reihe durchaus unterhaltsamer Trash, kann der dritte Teil das Niveau nicht ganz halten. Vieles wirkt im Gegensatz zu den anderen eher cheesy. Angefangen von der Musik, bis hin zu den Effekten. Auch die Originalität (schon der erste Teil war ja eher ein Rip Off, als eine Innovation) nimmt im dritten Aufguss deutlich ab. Waren die Bounty Hunter in den ersten beiden Teilen noch so eine Art Alleinstellungsmerkmal (so etwas gibt es bei den „Gremlins“ nicht), gibt es im dritten Teil nur noch Charlie, der als heruntergekommener Hunter die Critters jagt.

Alles im allem ist „Critters 3“ ein nicht erwähnenswertes Werk geworden, das zwar seinen Charme hat (oder vielmehr von dem Charme der Vorgänger zehrt) und auch unterhalten kann, aber an keiner Stelle etwas Besonderes oder Innovatives bieten kann. „Critters 3“ endet mit einem Cliffhanger, der die Geschehnisse des vierten Teils, der im selben Jahr inszeniert wurde, vorbereitet. „Critters 4“ verlagert die Handlung ins Weltall und versucht so frischen Wind in das ausgelutschte Thema zu bringen. Unter dem Strich ist dies dem dritten Teil leider nicht gelungen.

Fazit:

5/10

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