Inhalt:
Manila..., auf den Phillipinen, in den 1970er Jahren.
Susan Cheng, Besitzerin eines Antiquitäten-Geschäfts, kommt per Zufall in den Besitz eines Samurai-Schwertes, in dessen Griff sich ein Plan darüber befindet, wo das Versteck eines riesigen Goldschatzes ist.
Dabei handelt es sich um Goldbarren, die die Japaner 1941 beim Überfall auf Pearl Harbour erbeuteten..., im Wert von sage und schreibe 8 Milliarden U.S.-Dollar...!
Susan wird von Schlägern der Mafia überfallen, der Amateur-Boxer und KungFu-Fighter Rocky Robledo (Lito Lapid) wird Zeuge, und steht ihr im Kampf bei, die Gangster suchen das Weite.
Doch erliegt Susan ihren Verletzungen..., zuvor kann sie Rocky einen Schlüssel -der zu einem Schließfach gehört, in dem sich der Griff des Schwertes befindet- übergeben, und ihn bitten, diesen ihrem Bruder Bruce auszuhändigen...!
Somit wird Rocky Robledo in diese Sache verwickelt..., in welcher die phillipinische Black-Dragon-Mafia unbedingt an die Goldbarren will, genauso wie der u.s.-amerikanische Geheimdienst.
Dieser setzt eine Agentin auf Rocky an..., die äußerst attraktive Miss Lung (Azenith Briones). Sie kann Kontakt zu Rocky aufnehmen..., gewinnt sein Vertrauen, und die beiden kooperieren nunmehr.
Und auch Bruce Cheng (Bruce Le), der herausfinden will wer seine Schwester tötete..., steht auf ihrer Seite. Bruce ist ein hervorragender KungFu-Fighter.
Zwar geraten Rocky und Lung in die Hände der Gangster, doch eine weitere CIA-Agentin taucht auf, und befreit die beiden, und es gelingt, an den Schwertgriff zu gelangen..., und schließlich das Gold zu bergen.
Doch die Black-Dragon-Mafia, deren Bosse (Ken Watanabe, Protacio Dee, Subas Hererro) skrupellos sind, haben noch zwei extrem gefährliche Fighter in der Hinterhand...: Chan Hse (Bolo Yeung)..., und Kao (Chiang Tao), letztgenannter hat noch eine alte Rechnung mit Bruce Cheng offen.
Es kommt zum langen, intensiven Show-Down..., Bruce, Rocky, Lung und die andere Agentin..., gegen alle Gangster und deren gefährliche Fighter.....
Fazit:
Im Jahre 1979 drehte Bruce Le,... Bruce-Lee-Imitator, Hauptdarsteller, Fight-Instructor, Regisseur und Co-Producer in einem..., diesen insgesamt flotten und actiongeladenen, wenngleich auch in der Story hanebüchenen und billig produzierten Bruceploitation-Eastern auf den Phillipinen.
Die Geschichte ist so simpel wie etwas wirr und konstruiert gestaltet, darauf kam es allerdings denn wenig an..., genauso wie auf die mitunter ziemlich unbeholfen wirkenden Darstellungen mancher Akteure und Akteurinnen.
"Bruce the Super Hero" will einfach und ohne großen Aufwand unterhalten..., ist ein anspruchsloser, locker-flotter Unterhaltungsfilm..., ein kostengünstig-routinierter KungFu-Film für die Fans des Bruceploitation-Eastern-Sektors.
Da sieht man denn manches nach, die konstruierte Story, und dass die borniert-verzerrten Darstellungen der Akteure mitunter zum Schmunzeln anregen. Gerade die Gangster, die Villains, die sich mit gekünsteltem Duktus gegenseitig bei ihren Meetings jede Menge Vorwürfe machen, jeder dem anderen Inkompetenz und Versagen vorwirft, wirken oft lächerlich.
Für die Helden läuft sich alles wie konstruiert noch so zurecht, manches Logik-Loch wird noch so gerade eben übertüncht, da taucht eine weitere Agentin so wie eine para-militärische Einheit des CIA wie aus dem Nichts auf..., und schließlich soll doch nur noch eines abgehen: Dass die KungFu-Action fetzt..., und diesen Streifen aus allen Manko-Problemchen rausprügelt.
Okay, das ist soweit gelungen..., wenn man sich als Betrachter darauf einstellt..., Bruceploitation eben..., da erwartet man keine oscar-reifen Darstellungen und/oder cineastisch-hohe Kunst.
Bruce Le ist hier noch nicht einmal der stets im Zentrum agierende Held. Er ist eher für die KungFu-Action zuständig, und nicht so sehr der darstellerische Haupt-Akteur. Er zeigt vor allem im Finale seine Fight-Skills..., er hatte ansonsten wohl mit Regie, Choreographie und Co-Producing genug zu tun.
Eigentlich macht Bruce Le hier in diesem Film auch nicht so sehr ´einen auf Bruce Lee´..., jedoch ist eine Sequenz in der Le einen gelben Overall-Kampfanzug mit schwarzen Streifen seitlich, trägt..., mal wieder unvermeidlich, das konnte Bruce Le sicht nicht verkneifen.
Die Haupt-Rolle spielt denn viel eher ein gewisser Lito Lapid, offenbar ein phillipinischer Darsteller. Er wirkt als solcher fast müde..., eine eher unaufgeregte, sachliche Performance..., was aber dem Streifen sogar gut tut. Er will sich nicht verarschen lassen..., auch eine Bett-Gespielin der Mafiosis lässt ihn kalt, er tappt nicht in deren Falle..., und findet denn Vertrauen in die richtigen Personen, die ihm und damit dem Guten zum Siege verhelfen. Und auch Lito zeigt ein solides KungFu..., am Ende fetzt die Action.
Die Gangster-Bosse sind fast comic-artig verzerrt..., so skrupellose wie dickbäuchig-lächerliche Typen, die ständig meckern, jeder hält dem anderen dessen Inkompetenz vor..., sie leben auf großem Fuß, und Ober-Villain Subas Herrero hält sich gleich einen ganzen Harem an "Amazonen" und Geliebten.
Die weibliche Rolle als Agentin der Amis..., spielt hier die bezaubernde, sehr attraktive Azenith Briones. Auch von ihr eine unaufgeregte Performance..., so ergänzt sie sich gut mit Lito Lapid..., und sie fightet gar überraschend gut mit.
Azenith Briones..., ich war ohnehin überrascht, als sie in diesem Film erstmals auftaucht. Sie sieht meiner Neu-Frau sehr ähnlich..., und nun wissen Sie... geschätzter Leser..., und vor allem Sie... verehrte Leserin, was für ein Glückspilz ich bin, denn ich gelte als "extrem hässlich" und als "hässlichste Kreatur des Weltalls" (O-Ton... meine ehemaligen Mitschülerinnen).
Tja, da sieht man mal wie relativ alles ist, und dass es sich bewahrheitet, dass es rassig-attraktive Ausnahme-Frauen gibt, die nach Gesprächsfähigkeit, Intellekt und materiellen Dingen gehend den Lebenspartner erwählen, und nicht nach Gesichtsstruktur, Frisursitz und 2,10m/120kg-Figur, wie das die deutsche Normal-Frau tut -welche selbst denn männliche Ansprüche hinsichtlich des Aussehens einer Frau als "abartig" und "sexistisch", ja "frauenfeindlich" brandmarkt, soweit ist diese Gesellschaft ja schon gekommen-.
Nichtsdestotrotz, Azenith Briones ist schon eine sehr attraktive Frau..., zweifellos, so wie meine Gattin.
Gast-Stars sind hier Bolo Yeung und Chiang Tao..., die vor allem im Finale dann actiontechnisch gefordert sind. Das bringt mich abschließend zum Wichtigsten, der KungFu-Action..., ist ja ein Eastern.
Es geht zur Sache..., anfangs eher im Streetfight-Stil..., harte und brutale Fights, dynamisch und durchaus rasant. Dann... mit Bruce Le, Bolo Yeung und Chiang Tao wird die KungFu-Action etwas ausgefeilter und technischer.
Wenn Bruce Le sich mehreren Gegnern stellt, im 1-vs.-10-Fight, geht es natürlich rund..., und im Finale, da ist KungFu-Action-Total angesagt. Da stellen sich auch einige der Bosse zum Kampf..., wie Protacio Dee und Ken Watanabe gar mit Katana.
"Bruce the Super Hero" ("Bruce Lee - Der Tiger hetzt sie alle") ist ein Bruceploitation-Eastern ohne hohen Anspruch dafür mit typischen Schwächen. Der eingefleischte Eastern-Fan weiß dies..., wird aber hier noch flott, routiniert und actiongeladen unterhalten.
Es reicht für etwas wohlwollende, aufgerundete und knappe 6 von 10 Punkten in meiner Bewertung.