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Jack Brown ist ein erfolgloser Schriftsteller , der 10 000 Dollar benötigt , um sein Haus halten zu können . Als er eines abends in einem Kaufhaus putzen soll , wird er dabei von Eric Bates , dem Sohn des stinkreichen Industriellen U.S. Bates , entdeckt . Eric findet Jack so unterhaltsam , dass er seinen Vater dazu zwingt ihm Jack für eine Woche als " Spielzeug " zu " schenken " . Zuerst ist Jack natürlich nicht davon begeistert , doch bald entwickelt sich eine echte Freundschaft zwischen den beiden ... 

Eine reichlich laue Komödie mit einer guten Grundidee , die über eine Stunde benötigt , um eine Richtung zu finden , auf die sie überhaupt hinauslaufen will .
Zuvor beschäftigt sie sich mit der Freundschaft zwischen dem reichen Eric und dem armen Jack Brown , doch diese Geschichte ist weder sonderlich witzig noch ist die Entwicklung der Freundschaft Ric / Jack überzeugend erarbeitet .   

Da ist Jack erst von Erics Verhalten ( zu recht ) angepisst , bekommt dann aber die 10 000 Dollar für sein Haus und schon sind beide Freunde ? Ohne echte Entwicklung und von einer Sekunde auf die andere ?  Eric ist auf einmal nicht mehr der superreiche Schnösel und Brown entwickelt sofort väterliche Gefühle ?  
Dies soll dabei mit " intimeren " Momenten unterstrichen werden , die dann eher peinlich als rührend sind . Beispielweise wenn Eric Jack fragt , ob dieser sich heute Nacht mit seiner Frau " paaren " würde und dadurch ein sehr steifes Gespräch voller Plattitüden über Liebe und das andere Geschlecht entsteht .   

Und auch echte Gags sind weit und breit nicht auszumachen . Ob Bates´ neue Trophäenfrau Brown , der in dem Moment nur mit einem Kinder-Spiderman-Pyjama bekleidet ist , einer Partygesellschaft vorstellt , sich auf einmal Erics´ biestige Gouvernante auf Jack stürzt um ihn zu vernaschen oder Pryor ( natürlich mit seinem typischen Schnauzbart ) als Dienstmädchen im Minirock bei einem Treffen von Bates´ Angestellten Essen serviert . Da verpufft jede Pointe ( welche eigentlich ? ) und auch Pryors Grimassen helfen nicht mehr weiter .   

Ohnehin wirken die Szenen oft wie zufällig aneinandergereiht ohne , dass diese auf echte Pointen oder eine Geschichte hinauslaufen würden . 
Das sich kurz vor Schluss plötzlich Eric und Brown aus heiterem Himmel dazu entschließen eine eigene Zeitung zu drucken und zu verteilen , in der die Machenschaften von Mr. Bates bloßgestellt werden , scheint nur der verzweifelte Versuch gewesen zu sein , noch einen filmreifen Abschluss zu finden .   
Und obwohl dieses " Problem " innerhalb von wenigen Minuten für die Protagonisten eigentlich gelöst ist ( selbstverständlich ohne Konsequenzen für U.S. Bates ) , hängt man einen zweiten " Showdown " mit einem weiteren Problem an , bei dem man als Zuschauer endgültig merkt , dass hier verschiedene Ideen für Filmenden einfach aneinander getackert wurden um die Laufzeit zu füllen .   
Danach mischen Jack & Eric nämlich noch eine Gartenparty von Bates auf , die ( für die anderen Gäste natürlich unwissentlich ) zur Finanzierung des Ku-Klux-Klan ( !!! ) dienen soll , was natürlich auch ohne jedwede Konsequenzen für U.S. Bates bleibt . Das sich der Afroamerikaner Jack Brown und U.S. Bates ( der ja ganz offenbar ein amerikanischer White Supremacist ist ) eine Minute später gut verstehen und sich sowieso jedes Problem in Wohlgefallen auflöst , wundert da auch nicht mehr .   

Bei allem Respekt vor den Beteiligten , aber da haben Richard Pryor und Richard Donner viel Besseres geschaffen . Gerade Donner , der immerhin für " Das Omen " , " Die Goonies " , " Die Geister , die ich rief " , " Superman 1 & 2 " , die gesamte " Lethal Weapon " Reihe und noch einiges mehr verantwortlich zeichnete , hat damit bewiesen , dass auch bei ihm nicht jeder Film zu Gold wird . Schade um die eigentlich nette ( allerdings von einer französischen Komödie geklauten ) Grundidee . 

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