Nachdem ich mir Teil 1 und 2 bereits angeschaut habe, so durfte Teil 3 dieser Marvel Comic Verfilmung natürlich nicht fehlen, zumal ich ein Freund dieser Verfilmungen bin und sie mir bisher durchweg alle gut bis sehr gut gefallen haben.
Auch an Spiderman 3 kann man soweit nichts aussetzen, allerdings haut er einen auch nicht vom Hocker. Noch immer kämpft Spiderman gegen das Böse und rettet Menschen aus gefährlichen Situation meist gerade noch rechtzeitig, wird dafür geliebt und verehrt und ist natürlich mittlerweile Ehrenbürger der Stadt. Noch immer ist er dabei Pizzalieferant und macht die Straßen mit seinem Mofa unsicher. Und ebenso arbeitet er als Nachwuchsfotograf für eine Zeitung, bei der er sich gegen den übermächtigen Chef noch immer nicht zu einer Festanstellung durchsetzen konnte. Vieles bleibt also beim alten, einiges kommt neu dazu.
So weiß Mary Jane diesmal um Spidermans wahre Identität Bescheid und beide können nun endlich ihrer Liebe zueinander in der Form nachgehen, wie sie es immer wollten. Spiderman wird von den Bewohnern der Stadt geliebt und auch sonst stehen die Sterne günstig für ihn. Doch ohne Ying kein Yang, und so kommt es dazu, dass ein Sträfling entflieht, der Peter Parkers Onkel angeblich aus Habguier umgebracht haben soll. Dieser verirrt sich rein zufällig auf der Flucht vor der Polizei auf ein Testgelände und schwupps...der Widersacher des neuen Spiderman Teils ist geboren - der Sandmann. Doch als ob das nicht schon genug sei, kommt im Verlaufe des Film auch noch Parkers Widersache um die Festanstellung bei der Zeitung hinzu, dem dieser rein zufällig den Job vermieste, indem er ihn auffliegen ließ.
Das Drehbuch wartet hier also schonmal mit ein paar netten Ideen auf, die alles in allem gut sind, aber meiner Meinung nach recht konstruiert wirken. Der Plot ist vorhanden und wirkt auch recht ansprechend, wobei die Laufzeit des Films meines Erachtens zu lang ist und der Story etwas Erzählstraffheit gut getan hätte. Maguire und Dunst spielen wie gewohnt souverän, ebenso der Rest der Riege. Die Musik ist auch okay und reiht sich gut ins Gesamtbild ein.
Die Action hingegen ist doch teilweise recht überladen und es wird mächtig und üppig aufgetragen, wobei man das von Spiderman her ja bereits kennt und gewohnt ist. Hier wäre weniger manchmal vielleicht sogar mehr und man sollte, auch wenn die Figuren großteils eh am Computer entstehen, mal wieder mehr Fokus auf handgemachte Action und Stunts legen, was dem Film sicher gut tun würde.
Alles in einem ein solider Spiderman, den Sam Raimi hier zu Tage gebracht hat, vielleicht etwas zu langatmig an manchen Stellen, aber dennoch ein gutes Stück Popcornkino. Man darf gespannt sein auf Teil 4 (falls er denn erscheint...). 6/10 Punkte.