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I’m not there


„In "I'm not there" wird die Biografie von Bob Dylan erzählt. In mehreren Etappen - von der Kindheit bis ins Alter - wird sein Leben dargestellt. Dylan als Musiker, Dylan als Schauspieler, Dylan als Familienvater, Prediger und Outlaw. Schauspielergrößen wie Christian Bale, Heath Legder († 22. Jan. 2008) oder Cate Blanchett übernehmen die verschiedenen Lebensabschnitte.“

So lautet sie, die Inhaltsangabe des Films „I’m not there“. Was habe ich danach erwartet? Diese Frage kann noch sehr leicht beantwortet werden. Ich habe mir die Darstellerliste angesehen und mir gedacht, dass in diesen Film schon einige sehr gute Schauspieler mitwirken und da ich autobiografische Filme sehr schätze habe ich so etwas wie „The Doors“, „Ray“ oder „Walk the line“ erwartet. Was mich aber tatsächlich in diesen 130 minütigem Machwerk erwartete, hätte ich mir nicht mal im Vollrausch vorstellen können. Ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll, da ich immer noch dermaßen verwirrt bin, dass mir einfach die Worte fehlen. Es werden hier alle Figuren vorgestellt, die aber verschiedene Namen tragen, keiner von ihnen heißt Bob Dylan, dass alleine verwirrt einen schon sehr, dazu kommt noch das es keine chronologische Erzählweise gibt, sondern es werden ständig irgendwelche Abschnitte der einzelnen Darsteller gezeigt, die manchmal farbig, manchmal schwarz weiß , manchmal dokumentarisch und manchmal wieder filmisch sind. Es hat alles absolut keinen Zusammenhang und nach bereits 50 Minuten konnte mein Gehirn dem ganzen Wirrwarr schon nicht mehr folgen und sah sich gezwungen aufgrund zu starker Überbelastung runterzufahren. Ich sah nur noch zu und bekam dank unglaublicher Kopfschmerzen nichts mehr mit. Aber ich glaube das war auch nicht weiter schlimm denn es ergab nicht mal am Ende einen Sinn. Das Einzige was sich mir erschloss waren lauter unbeantwortete Fragen. Da ja alle in diesem Film Bob Dylan sein sollten, wären die wichtigsten Fragen: Warum heißt niemand Bob Dylan? Warum ist der Junge am Anfang schwarz? Warum läuft das Leben von Heath Ledger parallel zu dem von Christian Bale obwohl ja alle Bob Dylan sind? Warum ist Cate Blanchett ein Mann? Warum ist Richard Gere im Pennerlook ein Vagabund im Wilden Westen? Warum geht der Film so lange? Was zum Teufel sollte das eigentlich alles? Und was hat dieses ganze zusammenhangslose wirre Zeug mit Bob Dylan zu tun?
Fazit:
Wie man sehr unschwer erkennen kann hab ich den Film offensichtlich nicht verstanden und wäre sehr dankbar wenn ihn mir jemand erklären könnte. Der Film bekommt bei mir deshalb 1 Punkt weil er mir ganz einfach viel zu anstrengend und künstlerisch war, ich hatte wesentlich leichtere Kost erwartet. Ich finde die Inhaltsangabe sollte geändert werden, denn dadurch bekommt man einen falschen Eindruck von dem Inhalt des Films. Ich kann jedem nur abraten sich diesen Film anzuschauen es sei denn man erwartet ein zusammenhangsloses, wirres, chronologisch nicht verständliches, zu anspruchsvolles, zu künstlerisches Endlosprodukt mit eigentlich guten Darstellern die meiner Meinung nach total verheizt wurden. Zum Schluss kann ich Todd Haynes, der diesen, ich nenn ihn mal „Film“ verbrochen hat nur noch raten, bitte etwas anderes zu drehen, vielleicht ein Dokumentarfilm über die Wirkung von Drogen auf das menschliche Gehirn und könnte dazu ja noch mal den Film laufen lassen oder was weiß ich. Der Titel „I’m not there“ bekommt aber dadurch wieder einen Sinn, dass der Einzige um den es in dem Film gehen soll nicht dabei war, obwohl nein eigentlich sind ja alle Bob Dylan, du bist Bob Dylan, ich bin Bob Dylan, Er, Sie, Es sind Bob Dylan, Bob Dylan ist, war, wird Bob Dylan, Ende.

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