Review

Ja nun, was soll ich sagen? Unterhaltung auf Niveau war die Filmreihe rund um die berüchtigten Flodders ja nie so richtig. Aber böse sein konnte man den ersten beiden Filmen dann doch wieder nicht, denn besonders der erste war ungeheuer charmant und hatte mit den skurilen wie asozial anmutenden Figuren den ein oder anderen Pluspunkt in der Tasche. So, nun sieht es aber anscheinend doof aus wenn zwei Filme allein dastehen und so wurde mit "Flodder Forever" eine Trilogie abgeschlossen.

Und ob das sein musste wage ich zu bezweifeln. Der erste Punkt in der Liste an Sachen, die mir negativ auffallen, ist die Story. Die ist mal so gar keine Steigerung nach dem zweiten Teil, der sich mit einer Reise nach Amerika wenigstens noch was traute. Stattdessen schimmeln die Flodders hier altbekannt in ihrer Siedlung rum und motzen, pöblen und stinken. Das ist leider nicht genug Stoff für eine ganze Komödie und außerdem hat der erste Teil schon das notwendigste aus diesem Grundgerüst rausgeholt.

Punkt Zwei der eigentliche Inhalt. Der beschränkt sich nun teilweise aktiv mit dem zeigen von möglichst vielen, angedeuteten Sex-Szenen. Die sind zum Teil lustig, knabbern aber auch ein wenig an der Glaubwürdigkeit. Nun ist ja aber Sex in den Flodderfilmen eh ein halbwegs fester Bestandteil, der sich meistens in der Manier zeigte, wie es sich schon in den "Eis am Stiel" Filmen zeigte. Lediglich der persönliche Geschmack unterteilt den Film in die beiden Rubriken "Boah ist das geil!" und "Den Scheiß tu ich mir nicht weiter an". Für den neutralen Zuschauer liegt die Wahrheit wohl irgendwo dazwischen, während sich besonders Jugendliche in der Vorpupertät auf diesen Film stürzen werden.

Punkt Drei ist der Austausch einiger Schauspieler und generell der Sinn der Figuren. Während der blonde Johnny plötzlich von einem gewissen Coen van Vrij-... (Gucken sie selbst, ist schlimmer als jeder Zungenbrecher) gespielt wird, lebt anscheinend auch wieder der Eisenbahnliebende Opa im Rollstuhl, der doch eigentlich im ersten Teil von einem Zug überrollt wurde. Wenn man denn schon einen dritten Teil macht soll man ihn auch konsequent richtig machen.

Am Ende verläuft sich der Film auch noch in eine merkwürdige Prügelorgie, die wohl in ihren Ansätzen an Bud Spencer und Terence Hill erinnern soll. Stattdessen kommt das aber übertrieben kindlich rüber, oder der Regisseur dachte sich kurz vor Feierabend "Kommt, die Szene machen wir noch, dann haben wir den Gulasch hinter uns!". Warum ich denn nun 5 Punkte gebe? Naja, seinen gewissen Charme hat auch der dritte Teil noch und einige Witze sind schon ganz lustig und unterhaltsam. Für Zwischendurch ein halbwegs netter Film, an den man sich nicht lange erinnert.

Fazit

Unnötige, aber zumindestens ganz lustige Fortsetzung miz dem ein oder anderen unmotivierten Schauspieler und billiger GZSZ-Optik. Für Fans wahrscheinlich genau richtig.

5/10

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