Ein US-Starvehikel für die up-and-coming actress Penelope Cruz sollte es sein und da bietet sich ein seichtes Thema immer an, mit dem man seine Protagonistin stets ins rechte Licht stellen kann.
Und das tut Fina Torres natürlich nach Kräften in dieser fantasy-angehauchten Romantikkomödie, die mit ein paar harmlosen emanzipatorischen Spitzen gespickt ist, weil Hauptfigur Isabella eben dank motorischer Störungen immer die Kontrolle über die Situation haben muß, also selbst Autofahren, kochen oder beim Sex oben liegen muß, was den Lover in seiner Männlichkeit verletzt.
Der versuchte Ehebruch führt das schüchterne, aber dank ihrer überragenden kulinarischen Fähigkeiten natürlich ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten, wo aus der hübschen jungen Frau alsbald ein Star wird, denn in der Kochkunst liegt eine gewisse liebevolle Magie verborgen, der alsbald alle verfallen.
Das Drehbuch will ein bißchen viel: altmodisch romantisch und schrill gleichzeitig sein (Isabellas Freund ist ein todschicker Transvestit), zauberhafte Momente bieten und die Herzen erwärmen und gleichzeitig Lacher produzieren – das geht schief.
Nicht vollkommen, aber der Film ist im steten Ungleichgewicht zwischen human drama und romcom, wirkt uneben und ist zum Genuß nur bedingt zugelassen (vielleicht helfen zwei Freundinnen und zwei Packungen Amicelli beim Genuß weiter, komplett mit Zwischendurchklatsch). Noch dazu weil die Fantasy-Elemente (Liebesschwüre an eine Meeresgöttin) von Anfang an das Ende des Films festlegen, gewisse potentielle amuröse Figuren aufgenommen und dann nicht weiterentwickelt werden und der dauernd nach vorn geschobene Hascherlblick der hier wirklich unwerfend aussehenden Cruz alles übrige in den Hintergrund drängt.
Das Ergebnis ist ein hübscher, aber belangloser Film zum Nebenbeischmusen (für die Männer ist genug Komik dabei) – wenn nicht die amateurhaft bemühte Synchro alle anwesenden Brasilianer mit einem sanft-zischenden S-Akzent unterlegt hätte, der nach einer halben Stunde bereits nach Kräften auf die Nerven geht. (5/10)