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Mit Hot War erreicht uns ein HongKong Actionfilm der neuen Generation, der Spaß auf mehr macht.

Bei Hot War handelt es sich um eine Geschichte, bei der viele Enden in Erwägung zu ziehen gewesen wären.
Mit Grund an der Vielfalt der möglichen Enden ist nicht zu knapp der eigentliche Handlungsverlauf des Films. Dieser ändert sich stetig.
Durch die Vorkommnisse gerät das scheinbare Hauptziel immer wieder in Vergessenheit und andere Ziele, wie zum Beispiel Rache haben plötzlich Priorität.
Deshalb wird einem erst sehr spät klar, um was es eigentlich geht.
Erst gegen Ende des Films erfährt der Zuschauer mal kurz nebenbei, das die Terroristen vorhaben mittels eines Satelliten weltweite Unruhen hervorzurufen, so dass es einen enormen Börsencrash gibt und der Auftraggeber mächtig Kohle macht.
Dennoch ist die letztendlich gewählte Variante des Schlusses sehr gut und einfallsreich. Zumindest wiederspricht sie allen Klischees.
Trotzdem, so gut die Handlung auch sein mag, wirft sie einige Fragen auf, von denen manche auch nach dem Film ungeklärt bleiben.
Zum Beispiel erfährt man nicht ob der Auftraggeber der Terroristen für sein Vorhaben hinter Gitter kommt.
Außerdem ist die Szene, in der CSR die Satellitenkontrollanlage in Malaysia angreift so kurz, dass man gar nicht weiß, wie er eingedrungen ist.
Durch die vielen Fragen und der, sich stetig ändernden Handlung, ist der Film nicht leicht zu verstehen und somit keiner zum Nebenherlaufen lassen.
Die Actionszenen büßen sehr viel von ihrem Unterhaltungswert ein, da die Aufnahmen sehr hektisch sind und die Kameraführung ( immer nahe am Geschehen ) regelrecht mies ist, kann man nicht sehr viel erkennen.
Außerdem sind während des Kampfes ständig Schnitte, wenn das Bild zwischen CSR und Tango wechselt, bei denen man kaum mitkommt.
In Sachen Action hätte man echt was machen können, wenn man die einzelnen Kampfszenen besser und länger dargestellt hätte. Außerdem hätte ein Veteran im Actionfilmgeschäft wie John Woo dem Film sein I-Tüpfelchen aufgesetzt.
Soll heißen als ein FSK 18 Film im Stile von John Woo wäre aus dem Film noch einiges herauszuholen gewesen.
Ein Regisseur dieser Klasse hätte dem Film den letzten Feinschliff verpasst.
Dennoch sind die Actionszenen attraktiv und nett anzuschauen.
Zuletzt muss ich noch erwähnen, das die im Film vorkommende Musik ziemlich gut gemacht ist, und sie auch an den wichtigen Stellen ein wenig die Spannung steigert.

Trotz der schwer zu verstehenden Story ist der Film gelungen und kann der Abschluss eines guten Abends sein. Nicht unverdient bekommt er 7 von 10 Punkten.

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