Luke Palmer träumt jede Nacht den selben Alptraum von einer Hexe, die seinen Kopf in einen Hexenkessel wirft. Also beschließt seine Frau ein paar Tage mit ihm aufs Land zu fahren. Kaum sind sie dort angekommen häufen sich jedoch seltsame Vorkommnisse...
Die Story ist nicht schlecht, wenn auch etwas gewöhnlich, allerdings stellt sich mir die Frage was "Ghosthouse 4" denn bitte schön mit "Totentanz der Hexen" zu tun haben soll. Bis auf die Tatsache das Luke die ganze Zeit glaubt das seine Frau Matha eine Hexe ist sucht man hier vergeblich nach irgendwelchen Gemeinsamkeiten. Mit "Ghosthouse" hat das Ganze auch nicht mehr viel zu tun. Wahrscheinlich brauchte man einfach nur einen Titel um diesen unspektakulären und lahmen Grusler aus Italien vermarkten zu können, denn abgesehen davon das der Titel die vollkommen falschen Erwartungen beim Zuschauer erweckt kommt bei "Ghosthouse 4" kaum Spannung auf.
Umberto Lenzi mag der Begründer des Kannibalenfilms sein, das macht ihn aber noch lange nicht zu einem Meisterregisseur. Seine Kannibalenfilme "Cannibal Ferox", "Eaten Alive" und co funktionierten relativ gut. In den 80ern kehrte Lenzi dem blutrünstigen Horrorfilm jedoch den Rücken zu und konzentrierte sich von da an nicht mehr auf Gore Effekte, sondern verstärkt auf auf die Story seiner Filme. Das war ein Entschluss den Lenzi besser nicht hätte treffen sollen. Von Spannungsaufbau, Atmosphäre und solchen Sachen versteht er nämlich nicht viel. Lenzi tauschte blutige Effekte und Kannibalen gegen Langeweile ein. "Ghosthouse" war unspannend und dieser inoffizielle vierte Teil ist es genauso. Über die lahme Inszenierung Lenzis können auch die für italienische Verhältnisse ganz ordentlich agierenden Schauspieler nicht hinwegtrösten.
Fazit: "Ghosthouse 4" kann man getrost vergessen. Spannung kommt nur selten auf´. Es gibt zwar ein paar Tote, wirklich blutige Effekte jedoch nicht. Die Auflösung zum Schluss hätte ich so zugegebenermaßen nicht erwartet, aber deshalb ist der Film auch nicht viel besser.