Als Takashi Miike vor 10 Jahren in Deutschland einen gewissen Bekanntheitsgrad bekam, wusste keiner das der Mann wie sein Landsmann Takeshi Kitano ein ewiger Könner ist. Er dreht A-und B-Filme ohne Ende, meistens 3-4 Filme pro Jahr, und das ohne grosse Qualitätsverluste.
Leider muss ich bei dem Werk sagen, das die ersten 30 Minuten und die letzten 20 Minuten die besten sind. Zwischendurch gibt es ein paar Hänger, die aber nur ins Gewicht fallen, wenn man sich zu sehr gegen den japanischen Film verwehrt.
Die hektische Seite dieser Thriller-Komödie wird gepaart mit langsamen fast meditativen Momenten. Die Verbindung mehrer Ebenen macht dieses Kleinod
bemerkenswert. Wer sich ein wenig an Tarantino erinnert fühlt, dem sei nicht Unrecht getan. "Pulp Fiction" ist auch hier etwas präsent. Auch wenn die Geschichte um einen ausgeflippten, schlägerschwingenden Yakuza, einem klauenden jungen Liebespaar und zweier Bankräuber in Not nicht sonderlich neu ist, ist sie effektiv und skurril umgesetzt worden. Eben Miike!