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Die Viper ist ein Poliziesco erster Güte. Der Film bietet dem Zuschauer keine Sekunde Zeit zum Luft holen, da sich eine Actionsequenz an die nächste anreiht. Umberto Lenzi hat mit diesem Film, ebenso wie mit Der Berserker, voll ins Schwarze getroffen.

Wie auch in Der Berserker, ist der Kampf zwischen Tomas Milian und der Polizei, der zentrale Kern des Films. Milian spielt die Rolle des buckligen Psychopaten Moretto. Auf der anderen Seite steht, Maurizio Merli in der Rolle des Kommissar Ferro. Maurizio Merli mag zwar in dieser Rolle aussehen wie Franco Nero in der des Staatsanwalts Treni (Der Clan der seine Feinde lebendig einmauert) allerdings sind Ferros Methoden in einer anderen Richtung anzusiedeln. Ferro geht mit extremer Brutalität gegen die Verbrecher vor, da er dem zweifelhaften Gesetz des Staates hilflos gegenübersteht. Zweifelsohne lässt Don Siegels Dirty Harry hier deutlich grüßen, wenngleich Lenzi mit wesentlich mehr Härte vorgeht.

Die Charaktere sind allesamt perfekt ausgewählt worden. Tomas Milian glänzt in der gleichen Weise wie in Lenzis Der Berserker. Trotz aller Begeisterung für Die Viper, ziehe ich persönlich Der Berserker vor. Die Viper bietet keine große Story, Lenzi konzentriert sich nämlich fast gänzlich auf das Hass-Spiel: Polizei gegen Verbrecher. Dieses ist aber auch das einzige kleine Manko , das dieser Film aufweist.

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