Wollen wir mal nicht lange um den heißen Brei herum reden. Mit Men in Black drehte Barry Sonnenfeld 97 die beste Fantasy-Komödie seit den Ghostbusters. Hier stimmt unterhaltungstechnisch alles. Angefangen bei den Hauptdarstellern:
Tommy Lee Jones ist als K der Inbegriff von Cool. Überlegen, ruhig, steht’s Herr der Lage.
Will Smith hingegen hibbelig, großmäulig und sau sympathisch.
Das passt wie die Mayo auf die Pommes und das Mentor/ Schüler (bzw. Nachfolger) Verhältnis ist mal eine willkommene Abwechslung vom Buddy-Comedy Einerlei.
Die Spiellaune, bzw. die Chemie zwischen den Beiden ist dann auch schon die halbe Miete. Allein Smiths Vorstellungsgespräch ist der Brüller schlecht hin und wäre mit einem anderen Darsteller wohl nicht halb so komisch.
Hinzu packt das Team Sonnenfeld/ Spielberg allerlei Spezial Effekte und fantastische Ideen. Da wird zum Beispiel halb Hollywood als Alien entlarvt, da gibt es Mega Flummies, Fantastowaffen in groß und klitzeklein Format, einen sprechenden Hund, an anderer Stelle frönen kleine gelbe Außerirdische fröhlich dem Zigaretten und Kaffeekonsum und zu allem Überfluss tapst eine gewaltige Schabe im labbrigen Menschenkostüm durch New York. Oh, habe ich doch glatt das Blitzdingsda vergessen...
Das ist lustig, bunt, so richtig was fürs Auge und zu alle dem auch noch enorm temporeich inszeniert.
Da bekommt man wirklich kaum genug und dennoch verlässt man satt und zufrieden den Kinosaal (bzw. die Couch).
Industrial Lights & Magic leistete dabei einen tollen Job und bringt hier unter anderem im Finale spektakulär ein Ufo zum Absturz. Da kommt wirklich Freude auf.
Men in Black ist ein Feuerwerk der guten Laune und Ideen. So macht Film freilich Spaß.
Ach, wäre der Nachfolger doch auch so gut gelungen, doch dazu an anderer Stelle mehr.